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Forscher stellen am KIT die Potenziale von selbstlernenden Robotern vor

Karlsruhe (dpa/cmk) Lernende Roboter können Menschen bei heiklen Rettungseinsätzen künftig eine wichtige Stütze sein - davon sind Forscher überzeugt, die am Donnerstag am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Einsatz von lernenden Systemen in Katastrophenfällen, beim Rückbau von Atomkraftwerken, bei der Wartung von Windrädern und bei Inspektionen unter Wasser vorstellten.

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Große Chancen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz

“Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist mit enormen Chancen für unsere Gesellschaft verbunden”, sagte KIT-Präsident Holger Hanselka, zugleich Mitglied im Lenkungskreis der Plattform Lernende Systeme (PLS), bei der Vorstellung eines Berichts, der die Potenziale solcher Systeme in “lebensfeindlichen Umgebungen” auslotet. Mobile Roboter und andere technische Systeme werden schon heute in solchen Umgebungen eingesetzt: im Weltraum, in der Tiefsee oder in kontaminierten Gebieten.

Roboter sollen komplexe Situationen verstehen

Die wenigsten können aber selbstständig auf neue Herausforderungen reagieren. Künftig, so heißt es in dem Bericht, sollen Lernende Roboter komplexe Situationen “verstehen” können. Sie sollen sich an veränderte Situationen anpassen, ohne dafür neu programmiert werden zu müssen. Aus Sicht der Forscher könnten sie den Menschen bereits in wenigen Jahren in Gefahrensituationen unterstützen und damit Risiken für Retter deutlich senken, ihre Einsätze in schwer zugänglichen Umgebungen günstiger oder überhaupt erst möglich machen.

Viele Fragen ungeklärt

In Deutschland sind solche Roboter noch ein Nischenmarkt. Bevor sie weltweit zum Einsatz kommen, müssen neben technischen Fragen – etwa die Interaktion mit den Menschen – auch andere Fragen geklärt werden: Was ist, wenn die Maschinen entscheiden müssen, wen sie retten? Wer haftet, wenn sie Schäden verursachen, und wie lassen sie sich vor Missbrauch schützen?