Falsche Polizeibeamte bringen Karlsruher Rentnerin um ihr Erspartes

Karlsruhe (pol/msch) - Eine 86-jährige Frau ist am Montagmittag Trickbetrügern zum Opfer gefallen. Die beiden unbekannten Täter haben sich als Polizeibeamte ausgegeben und eine hohe Summe Bargeld erbeutet. Es waren nicht die einzigen Versuche in der Region.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Angebliche Polizeibeamte

Mit einer erfundenen Geschichte haben sich die Anrufer als Polizeibeamte ausgegeben und eine ältere Dame über ihr Vermögen ausgehorcht. Dann haben sie der Rentnerin Angst gemacht, indem sie erzählten, bei den "neuen" 100 Euro-Scheinen gebe es erhebliche Qualitätsmängel.

Bargeldabholung mitten in der Nacht

Unter diesem Vorwand haben sie die arglose Rentnerin dazu gebracht, in zwei unterschiedlichen Filialen ihrer Bank jeweils 14.000 Euro abzuheben. Danach haben die Gauner sie erneut angerufen und aufgefordert, auch noch ihren Schmuck zusammenzusuchen. Die falschen Polizeibeamten sagten, dass gegen Mitternacht jemand kommen würde, der alles abholt. Der Kurier stand dann auch pünktlich auf der Matte und hat das gesamte Bargeld und den Schmuck eingesammelt.

Rentnerin kann Abholer beschreiben

Die Rentnerin beschreibt ihn als etwa 1,85 Meter groß. Er war demnach dunkel gekleidet, vermutlich mit einer grauen Arbeitshose und einer dazugehörenden Jacke. Um Kopf und Gesicht hat er ein dunkles Tuch getragen. Mögliche Zeugen, die Angaben zu dem Mann machen können, sollen sich bei der Polizei melden.

Immer wieder Betrugsversuche

Immer wieder kommt es zu Betrugsversuchen. Insbesondere ältere Menschen sind dabei Ziel von Kriminellen. Die Täter gehen skrupellos vor und nutzen das Vertrauen der Menschen schamlos aus. So kam es in den vergangenen Tagen im Bereich des Polizeireviers Pforzheim beispielsweise häufiger zu Betrugsversuchen. Dabei gaben sich die Betrüger als Polizisten oder Bankangestellte aus. Oder die Gauner geben sich als enger Familienangehöriger aus uns gaukeln ihren Opfern vor, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu sein. Zu Abwehr einer Haftstrafe fordern sie Geld. Zum Glück ist aus der letzten Zeit kein Fall bekannt, bei dem die Masche erfolgreich war.

Spiel mit der Corona-Angst

In den letzten Tagen kommt es aber auch immer wieder vor, dass die Betrüger versuchen einen Impfstoff gegen Corona am Telefon zu vermitteln und zu verkaufen oder dass sie dringend Geld für einen Impfstoff für einen nahen Verwandten oder Bekannten bräuchten. Die Täter schrecken auch nicht davor zurück, sich als mobile Impfteams gegen Corona gegen Bezahlung anzumelden. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass mobile Impfteams derzeit nur in Pflegeheimen eingesetzt werden. Eine Impfung in privaten Haushalten wird es nicht geben. Impfungen finden nur in den vorgesehen Impfzentrenten statt. Und Impfstoffe sind für Privathaushalte nicht käuflich!


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