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Erste Hilfe: AVG-Mitarbeiter versorgen schwer gestürzte Radfahrer in Linkenheim

Linkenheim/Karlsruhe (pm/lk) - Nicht wegsehen, sondern helfen - das haben zwei Mitarbeiter der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) kürzlich vorbildlich bei einem Unfall in Linkenheim gemacht. Torben Marggrander und Sebastian Frank eilten einem Rentnerehepaar zu Hilfe, das mitten auf der Straße und im Schienenbereich mit dem Tandem gestürzt war. Die Frau zog sich dabei schwere Brustverletzungen zu. Die Retter sicherten den Straßenbereich ab, hielten die heranfahrende Stadtbahn an und riefen nach einer Erstversorgung die Rettungskräfte. Am Ende fuhren sie den geschädigten Ehemann samt Fahrrad sogar nach Hause.

Foto: AVG/Sarah Fricke

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Rentner bedankt sich telefonisch bei den Helfern

Der Rentner (seinen Namen nennen wir auf Wunsch des Mannes nicht), bedankte sich noch am selben Nachmittag telefonisch beim Vorgesetzten der beiden AVG-Mitarbeiter. "Die beiden waren extrem fürsorglich und warmherzig, das fand ich ganz toll", sagte er bei einem Telefonat mit der Pressestelle der AVG einige Tage nach dem Unfall. Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG ist sehr stolz auf seine Mitarbeiter: "Sie haben sich absolut vorbildlich verhalten und ihr Wissen aus den Ersthelferkursen angewendet, die wir regelmäßig anbieten. Ich bin stolz, dass wir solche Leute in unserem Team haben."

Lautes Scheppern und dumpfer Aufschlag

Torben Marggrander und Sebastian Frank führten am 27. Mai nachmittags beim Stadtbahnhalt Friedrichstraße in Linkenheim Revisionsarbeiten durch. "Plötzlich hörten wir etwa dreißig Meter entfernt ein lautes Scheppern und einen dumpfen Aufschlag", erinnert sich Frank. Die beiden blickten aus ihrem Schacht und sahen, dass bei der Schienenquerung zwei Radfahrer gestürzt waren. Sie ließen alles stehen und liegen und eilten den Verunfallten zu Hilfe.
Das Ehepaar war auf dem Heimweg von einer Radtour. In Linkenheim hatten sie trotz größter Vorsicht bei der Fahrt mit einem Rad ihres Tandems in der Schienenrille der Stadtbahnstrecke eingefädelt, die dort durch den Ort verläuft, und waren dabei schmerzhaft zu Fall gekommen. "Wir haben sie angesprochen und gemerkt, dass die Frau sich wohl schwerer verletzt hatte. Sie konnte nicht aufstehen. Beide hatten Schürfwunden und waren leicht geschockt",
berichtet Marggrander.

Helfer sichern Unfallstelle und rufen Rettungskräfte

Die jungen Männer sicherten mit Pilonen aus dem Dienstfahrzeug den Unfallort ab, leiteten die Autos um die Unfallstelle herum und ließen über die Leitstelle der Verkehrsbetriebe die Stadtbahnfahrer auf der betroffenen Strecke informieren. Das Fahrrad stellten sie auf dem Gehweg ab. Den Unfallopfern boten die Elektroniker etwas zu trinken an und verständigten kurz danach auf Wunsch des Mannes einen Krankenwagen. "Ich hätte das alleine gar nicht alles geschafft und konnte mich dank ihrer Hilfe drum herum vollumfänglich um meine Frau kümmern", berichtet der Rentner dankbar.

Selbstverständlichkeit zu helfen

Zusammen bewegten der Ehemann und die beiden Retter die Verletzte ganz langsam Stück für Stück auf die Seite, sodass Sebastian Frank die mittlerweile wartende Stadtbahn ganz vorsichtig vorbeilotsen konnte. "Als die Frau schließlich mit dem Rettungswagen abgefahren war, boten wir dem Mann an, ihn samt Rad nach Hause zu bringen. Wir hatten einen großen Transporter dabei und wollten ihn mit den Schürfwunden dort nicht stehen lassen", erzählt Marggrander. Für ihn und seinen Kollegen, beides langjährige Mitarbeiter der AVG, war es eine Selbstverständlichkeit zu helfen. Beide sind wie ihr gesamtes Team ausgebildete Ersthelfer. "Wenn wir mit der Geschichte andere Menschen dazu animieren können, ähnlich zu handeln, dann freut es uns", sagen die beiden bescheiden.