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Entscheidung zu Großmoschee: Ditib-Gemeinde gibt Neubau-Pläne auf

Karlsruhe (che) In Karlsruhe wird es keine neue Großmoschee im Stadtteil Mühlburg geben. Dafür hat sich der Islamverband Ditib jetzt entschieden. Die Pläne waren in den letzten Monaten sehr umstritten diskutiert worden, was im Sommer in eine heftige Auseinandersetzung zwischen der CDU und dem Oberbürgermeister gipfelte.

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Ditib legt Großmoschee-Pläne auf Eis

Nach SWR-Informationen hat der islamische Verband Ditib die Pläne für einen Neubau einer Großmoschee in Mühlburg aufgegeben. Im Gemeinderat besteht nach derzeitiger Lage keine Mehrheit für ein solches Projekt, wie der Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) Ditib mitgeteilt haben soll. Zwar gab es unter den Stadträten auch einige Stimmen, die den Bau einer solchen Großmoschee befürworteten, allerdings waren die Gegner in der Überzahl.

Heftige Schlammschlacht zwischen CDU und Stadtchef

Insbesondere die Karlsruher CDU um ihren Vorsitzenden Ingo Wellenreuther hatte die Pläne und somit auch den Oberbürgermeister hart kritisiert. Dieser meldete sich im Sommer aus dem Urlaub und schoss seinerseits gegen die Christdemokraten. Nach dieser öffentlichen Schlammschlacht wurde es ruhiger um die Moschee, jetzt scheint das Projekt komplett gescheitert. Ursprünglich war in Mühlburg von einem Bau mit vier Minaretten die Rede.

Tendenz geht zu Umbau bestehender Räumlichkeiten

Aktuell geht die Tendenz zu einem Umbau der bestehenden Ditib-Räumlichkeiten in der Karlsruher Oststadt. Dort ist die Gemeinde in einem alten Fabrikgebäude untergebracht, benötigt aber schon lange mehr Platz. Dank bestehendem Baurecht darf der Verband auf dem Gelände eine neue Moschee mit immerhin einem Minarett errichten.