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Endlich Klarheit – Eichner ist neuer KSC Cheftrainer

Karlsruhe (jl/lk) - Schon im Vorfeld ist spekuliert worden, dass Christian Eichner direkt nach dem Klassenerhalt einen Vertrag als Cheftrainer beim KSC unterschreiben wird. Das ganze Spektakel dauerte dann doch etwas länger als gedacht. Nach 1,5 Wochen hat sich der Verein mit dem 37-jährigen KSC-Urgestein geeinigt. Martin Wacker hatte den neuen Cheftrainer direkt in seine Sendung eingeladen.

Foto: dnw

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Co-Trainer wichtiges Puzzelteil

Eichner unterschrieb einen zwei Jahresvertrag und auch Co-Trainer Zlatan Bajramovic bleibt erhalten. Für Eichner war das ganz wichtig: "Ich hätte das ohne Zlatan in dieser Form nicht geschafft. Er ist das optimale Bindeglied zu mir. Wir verstehen uns nicht nur fußballerisch, sondern sind auch beste Freunde abseits des Platzes. Wir sagen uns die Meinung auch nicht immer nur im Positiven sondern wir sind sehr kontrovers, aber auf eine tolle Art und Weise. Deswegen ist das ein wichtiges Puzzelteil. Wenn das gefehlt hätte, wären wir vermutlich nicht in der Zweiten Fußball Bundesliga geblieben."

Kaderplanung kann beginnen

Nun kann sich Eichner – etwas später als gedacht – um die Kaderplanung für die kommende Zweitliga Saison kümmern. Einige Spieler haben oder werden den Verein noch verlassen. Eichner will darum künftig mehr auf die Jungendspieler bauen. Der KSC hatte mit einem Altersdurchschnitt von 29 Jahren den ältesten Kader der vergangenen Zweitliga Saison: "Das hatte alles seinen Grund. Denn die Mannschaft hatte noch vor zwei Jahren das klare Ziel aufzusteigen. Nur mit jungen Spielern ist das schwierig. So sind verschiedene Konstellationen entstanden, darum ist die Altersstruktur vielleicht etwas höher. Aber diese Mannschaft und diese Spieler haben dem Verein auch extrem viel geschenkt. Der Aufstieg, der Klassenerhalt bei dem sie auch ihren Anteil dazu hatten. Und jetzt haben wir die gute Möglichkeit, um neuen Schwung rein zu bekommen. Ich traue auch einem 19-Jährigen zu, ein Tor zu schießen. Ich muss nur den Mut haben, ihn reinzubringen. Und dann können auch die jungens Spieler beim KSC wieder erfolgreich werden," so Eichner über den hohen Altersschnitt in seinem Team.

Krise als Chance für kleinere Clubs?

Covid-19 hat in diesem Jahr einiges durcheinander gebracht. Vor allem hat das Virus auch Auswirkung auf die Kaderplanung. Gerade deswegen sieht Eichner ein Problem bei Spielerverpflichtungen: "Ich merke schon die letzten Tage, dass die etwas größeren Clubs - auch in unserer Liga –  etwas nach unten greifen müssen. Das bedeutet; die greifen jetzt nicht mehr auf die Auswechselbank in der Ersten Liga zurück, sondern sie greifen in einen Bereich rein wo ich auch gerne rein greife. Wir müssen einfach schauen gewisse Nischen zu finden. Ein Mix aus jungen, interessanten Leuten und vielleicht auch jemand, der aufgrund von Verletzungen nicht mehr die riesen Karriere machen kann und dann einen Schritt zurück gehen muss und bei uns angekommen kann. Dieses Mischverhältnis würde ich gerne hinbekommen – junge, hungrige Spieler und ältere Spieler, die es sich auf dem zweiten Weg nochmal beweisen wollen."

Zeit bis zum Ligastart

Somit hat Christian Eichner noch einiges aufzuarbeiten und vor allem für die neue Saison vorzubereiten. Spannend wird auch sein, welche personellen Änderungen es noch in seinem Trainer-Team geben wird. Wann die neue Saison startet ist noch nicht klar. Angeblich soll der Start gegen Mitte September erfolgen – das ist aber von der DFL noch nicht bestätigt. Bis dahin haben Eichner und sein Team noch Zeit, eine Mannschaft zu formen, die in der Zweiten Liga konkurrenzfähig ist. Das ganze Interview von Martin Wacker mit dem neuen KSC-Cheftrainer Christian Eichner gibt’s im Video. 

https://www.die-neue-welle.de/aktionen/die-martin-wacker-show-19