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Dynamische Anzeigen sollen Miteinander von Fußgängern und Radfahrern in Karlsruhe verbessern

Karlsruhe (pm/cmk) Seit Donnerstag lenken dynamische Anzeigen den Radverkehr in der Fußgängerzone um den Ludwigsplatz in der Erbprinzen- und Waldstraße. Diese sind Teil eines Realexperiments des Forschungsprojekts „GO Karlsruhe“ der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Bei hohem Fußverkehrsaufkommen wird Radfahrern über das Display die Verwendung der City-Route-Süd empfohlen.

Dynamische Anzeige in der Erbprinzenstraße. Foto: Robert Blaszczyk

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Rücksichtsloses Verhalten

Die dynamischen Anzeigen ergänzen die bereits im vergangenen Sommer installierten Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsbegrenzung in der Erbprinzenstraße. Hintergrund des Experiments: Viele Fußgänger haben in der Vergangenheit über die “Go-Karlsruhe”-App gemeldet, dass die Fahrradfahrer ein rücksichtsloses Verhalten an den Tag legen und oftmals zu schnell unterwegs sind. Auch eine Befragung mittels interaktiver Poster bestätigte die angespannte Situation zwischen den Verkehrsteilnehmern dort.

Problem: Erbprinzenstraße

Aus diesem Grund wurden nun kurz vor der Fußgängerzone zusätzlich dynamische Anzeigen aufgestellt. Diese befinden sich in der Erbprinzenstraße vor der Kreuzung Herrenstraße und in der Waldstraße vor der Kreuzung Amalienstraße und blenden ein, wie stark die Fußgängerzone aktuell frequentiert wird. Je nach dem wird den Radfahrern entweder die rücksichtsvolle Durchfahrt durch die Fußgängerzone, oder die Nutzung der City-Route-Süd empfohlen. Diese führt über die Herrenstraße und die Amalienstraße und ist durch die grünen City-Route-Tafeln beschildert.

Sensibilisierung von Radfahrern

Die dynamischen Anzeigen sollen Radfahrer sensibilisieren, dass sie in eine Fußgängerzone einfahren, und so zur rücksichtsvollen Fahrweise animieren. Untersuchungen haben ergeben, dass vielen Radfahrern nicht bewusst ist, dass sie sich hier in einer Fußgängerzone befinden. Grund hierfür könnte die Straßengestaltung sein, die sich nicht wesentlich von der angrenzenden Fahrradstraße unterscheidet.

Direkte Rückmeldung

Wie auch bei den bisherigen Realexperimenten können alle Verkehrsteilnehmer vor Ort per Knopfdruck Rückmeldung geben. Dazu werden im Zeitraum der Umgestaltung die bereits bewährten „interaktiven Poster“ installiert. Zudem wird das Projekt von Zählungen des Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehrs, sowie durch Verkehrsbeobachtungen begleitet, um Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmer zu dokumentieren und auszuwerten. Das Realexperiment wird bis Mitte April durchgeführt und anschließend werden die Beobachtungen ausgewertet.