Bleibt der Südwesten Hummel-Hochburg? Insektenzähler gesucht -

Bleibt der Südwesten Hummel-Hochburg? Insektenzähler gesucht

Region (pm/svs) - Augen auf, Lupe raus und Stift gezückt: Der NABU-Insektensommer steht vor der Tür. Vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August heißt es wieder: eine Stunde lang Insekten beobachten und zählen. Groß und Klein sind eingeladen, die Sechsbeiner vor der Haustüre besser kennenzulernen – und daran mitzuwirken, dass ein noch genaueres Bild der heimischen Insektenwelt entsteht.

Foto: Pixabay

Acker-, Erd- oder Steinhummel?

Kannst du Hummeln am Hintern erkennen? Wer zum ersten Mal genauer hinschaut, kann sich auf diese „Entdeckungsfrage“ konzentrieren. Acker-, Erd- und Steinhummel sind hierzulande die häufigsten Hummelarten, insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 29 der pelzigen Brummer. Viele von ihnen kann man an ihrer Farbgebung unterscheiden. Die Ackerhummel hat einen gelb-bräunlichen Hintern, die Steinhummel einen orange-rötlichen, und das Hinterteil der Erdhummel ist weiß.

Hummeln im Südwesten

„Eine Wiese mit viel blühendem Rotklee ist ein guter Ort, um Hummeln zu beobachten“, verrät Sabine Holmgeirsson, Fachbeauftragte für Wildbienen beim NABU Baden-Württemberg. Jetzt ist die Zeit, in der die Arbeiterinnen dort üblicherweise emsig Pollen sammeln. „2021 gab es im Südwesten im Bundesvergleich viele Hummel-Sichtungen. Ich bin gespannt, welches Bild sich diesen Juni zeigt. Bisher habe ich selbst nur relativ wenige Hummeln gesichtet.“ Ein Grund dafür dürfte der regenreiche letzte Sommer mit schlechten Startbedingungen für den Hummelnachwuchs sein.

Insektenzählen leichtgemacht

Je nach Vorwissen kann man sich auch mit der praktischen NABU-Zählhilfe in der Hand auf die acht häufigsten Insektenarten konzentrieren. Oder mit App und Bestimmungsbuch alle Sechsbeiner bestimmen, zählen und melden, die einem vor die Nase fliegen oder krabbeln. „Die besten Chancen hat man an einem sonnigen, möglichst windstillen Tag“, rät Holmgeirsson. Beim Zählen konzentriert man sich auf einen Umkreis von zehn Metern um den eigenen Standort. Das kann fast überall sein – im Garten, auf dem Balkon, im Park, auf einer Wiese, im Wald oder am Wasser. Die Beobachtungen werden per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App „NABU Insektensommer“ gemeldet. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar.

Entdeckerspaß pur

„Bei rund 33.000 heimischen Insektenarten ist völlig klar, dass man nicht alle erkennen kann“, betont die NABU-Insektenfachfrau. „Der Insektensommer ist aber eine wunderbare Gelegenheit, die spannende Insektenwelt besser kennenzulernen. Und wenn bei der Citizen Science-Aktion der eine oder die andere sein oder ihr Herz für die Krabbler und ihren Schutz entdeckt: umso besser! Schließlich sind Insekten für uns Menschen und die Natur insgesamt lebenswichtig.“ Rund 90 Prozent der Pflanzen weltweit werden durch Insekten bestäubt. Zahlreiche Studien belegen, dass die Insektenbestände in Deutschland deutlich zurückgehen. Gründe dafür sind etwa die intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und eine eintönige, ausgeräumte Landschaft.

 


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