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Behörden: Badeverbote am Rhein werden häufig ignoriert

Karlsruhe/Freiburg (dpa/lk) - Zur warmen Jahreszeit warnen Behörden vor dem Schwimmen im Rhein. Die in dem Fluss geltenden Badeverbote werden im Sommer häufig ignoriert, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oberrhein am Montag in Freiburg mit.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Schiffe und Strömungen sind lebensgefährlich

Oft ziehe es auch ungeübte Schwimmer in den Rhein. Die Gefahren würden dabei unterschätzt. Schiffe und Motorboote verursachten Wellen und Strömungen sowie schnell wechselnde Wasserhöhen. Im Radius von 200 Metern rund um Schifffahrtsanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken sei das Baden lebensgefährlich und daher verboten. Es bestehe die Gefahr, unter Wasser oder in Fahrrinnen gezogen zu werden, teilte die Schifffahrtspolizei mit. Selbst für geübte Schwimmer sei dieses Risiko hoch. Es werde daher geraten, sich nur in Ufernähe aufzuhalten. Auch die für die Wasserrettung zuständige Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät vom Schwimmen im Rhein und anderen großen Flüssen aus Sicherheitsgründen generell ab.

Immer wieder tragische Unfälle

Erst am Dienstag war es zu einem tragischen Unfall am Rhein bei Neuburgweier gekommen. Zwei Hunde waren bei ihrer Gassirunde in den Rhein gegangen, von der starken Strömung unter Wasser gezogen worden und sind ertrunken. Am Samstagabend waren ein fünfjähriger Junge und seine Mutter zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen bei einem Badeunfall im Rhein ertrunken.