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Bahnhöfe am Oberrhein betroffen: Polizei schnappt Fahrkartenautomaten-Knacker

Karlsruhe / Freiburg (pol/as) Die Bundespolizei hat im Raum Freiburg / Emmendingen eine Bande von Fahrkartenautomatenaufbrechern gestoppt. Die sollen 60 Mal auf Bahnhöfen entlang der Rheinschiene zugeschlagen und dabei eine halbe Million Euro Schaden angerichtet haben - bei 60.000 Euro Beute.

Aufgebrochener Automat in Bischweier. Foto: Polizei Offenburg

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Seit Februar 60 Mal Automaten geknackt

Beamten der Bundespolizei gelang es in der Nacht vom 8. auf den 9. August 2019, mutmaßliche Mitglieder einer Bande in Freiburg und Emmendingen festzunehmen. Die stehen im Verdacht,  sich auf das Aufbrechen von Fahrkartenautomaten spezialisiert zu haben. Die beiden festgenommenen türkischen Staatsangehörigen sollen seit Februar 2019 in über 60 Fällen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn AG mit Werkzeug aufgebrochen und daraus Bargeld geklaut haben. In einigen Fällen mussten die aus dem Großraum Freiburg stammenden Männer ihre Tat abbrechen, bevor sie an das Diebesgut gelangen konnten.

60.000 Euro Beute bei einer halben Million Euro Schaden

Die Tatorte befinden sich überwiegend in kleineren Bahnhöfen entlang der Rheintalschiene in Baden-Württemberg, einige aber auch im Raum Hannover. Der Wert des erlangten Diebesgutes dürfte sich auf rund 60.000 Euro belaufen, der Sachschaden wird vorläufig auf über 500.000 Euro beziffert.

Der Zugriff erfolgte durch Spezialeinheit 

Aufgrund der mutmaßlichen Gefährlichkeit der Täter erfolgte die Festnahme durch Spezialkräfte der Bundespolizei. Bei einem der Männer konnte eine Bewaffnung nicht ausgeschlossen werden. Im Anschluss durchsuchten Bundespolizisten drei Wohnungen in Freiburg und im Elztal. Hierbei konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.  Die 37-jährigen mutmaßlichen Täter wurden am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.