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Visualisierung: BAM Sports GmbH

Alles was Sie zum Wildpark-Neubau wissen müssen – BAM Sports GmbH stellt Modell vor

Karlsruhe (jl) Am Donnerstagabend um 19:30 Uhr herrschte ein reges Treiben im Südwerk in der Karlsruher Südstadt. Die Stadt Karlsruhe informierte die Bürger über den Stadionneubau am alten Standort Wildpark.

Interesse am Neubau sehr groß

Schon ab 18 Uhr konnten sich interessierte KSC-Fans über die Homepage www.karlsruhe.de/stadionneubau informieren, die Pläne des Bauunternehmens BAM Sports GmbH hangen dann ab 19 Uhr im Südwerk aus. Viele Karlsruher und KSC-Fans nahmen die Einladung an und haben sich über den bevorstehenden Neubau informiert. Jeder wollte wissen, wie das neue Wildparkstadion nun endlich aussehen soll. Passend dazu gab es sogar ein kleines Modell der neuen KSC-Heimat.

Vom Vergabeverfahren bis zum Verhandlungsgespräch

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup eröffnete die Veranstaltung pünktlich und unterstrich nochmals den Standort Wildpark, der vielen alteingesessenen KSC-Fans sehr am Herzen liegt, da viele Emotionen mit diesem Ort zusammenhängen. Vor knapp zwei Jahren ging es los mit dem Vergabeverfahren – dabei wurde auch festgelegt, wie die Anordnung im neuen Wildpark sein wird. Dieses Verfahren lief bis zum 21.02.2018. Darauf folgte eine Angebotsauswertung, die sich etwa sechs Monate lang zog. Danach folgten die Verhandlungsgespräche.

Bereits 90 andere Stadien von BAM Sports GmbH

Am 19.11.2018 wurde der Vertrag dann unterzeichnet. Den Zuschlag bekam die BAM Sports GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Mit fast 90 verschiedenen Stadien hat das Unternehmen viele Erfahrungen im Stadionbau sammeln können. Der Architekt Stefan Nixdorf stellte das neue Stadion im Detail vor – darauf haben alle gewartet. “Es wird ein einzigartiges Stadion geben, was zum Standort Wildpark passt”, so Nixdorf. Auch der traditionsreiche Wall wird mit ins neue Stadion verbaut.

Baumplan und Ästhetik

Es gab nicht nur ein Bebauungsplan, sondern auch einen Baumplan – es werden wieder viele Bäume um das neue Stadion zu sehen sein. Damit die Sicherheit gewährleistet werden kann, gibt es einen extra Gästebusparkplatz. Auch die Verkaufsstände werden im oberen Stadionbereich sein – somit muss nicht extra wieder nach unten gegangen werden, um sich in der Halbzeitpause zu stärken. Das Ziel der Architekten war es, alle Elemente so zu verbinden, dass es ästhetisch passt.

Potential für einen stimmungsvollen Hexenkessel

Ein Y-Träger wird das Stadiondach tragen. Weißes Stadion – Blaue Tribüne – Grüner Wall. Das Stadion wird aus mehreren Ebenen bestehen. Die Wall-Ebene wird für die Spieler und Medien sein, die erste Ebene ist dann die Hauptebene – hier kann der Fan auch einmal komplett ums Stadion herumlaufen. Auf dieser Ebene werden auch die Essens- und Getränkestände sein, sowie Räumlichkeiten für den Fan-Shop. Zehn Reihen geht es nach unten und 35 nach oben – alles auf einem Rang, sodass eine großartige Stimmung entstehen kann.

Bau während dem Spielbetrieb

Kompakt wird auch die KSC-Gegengerade mit einem Fassungsvermögen von bis zu 9.600 Zuschauern sein. 21 Kioske und 117 Kassen für 31.596 Zuschauer. 103 Rollstuhlplätze wird es geben, dazu gibt es einen Aufzug und eine Rampe für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Laut dem Architekten ist es auch kein Problem während des laufenden Spielbertriebes zu bauen  – auch wenn es öfter etwas anstregender ist, hat nach seiner Aussage aber auch bei anderen Projekten ohne Probleme funktioniert.

Live-Webcam für Neugierige

Im April wird die Baugenehmigung eingereicht und zum 1.12.1019 soll dann die Erlaubnis da sein, um mit dem ersten Bauabschnitt beginnen zu können. Dann geht es mit der Osttribüne und dem Gästeparkplatz los. Im zweiten Abschnitt kommt dann die Südtribüne und das Hauptgebäude. Zum Schluss wird die Nordtribüne und das Parkhaus errichtet. Im Sommer 2022 soll dann das Stadion fertig sein. Ein besonderes Highlight bietet die Stadt auf der Seite www.karlsruhe.de/stadionneubau – dort gibt es neben Plänen und Fotos auch eine Live-Webcam.

Fotos: dnw