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Wann ist die richtige Zeit für den Hausbau?

Kaum ist der Entschluss gefasst, dass ein eigenes Heim für die Familie gebaut wird, wächst natürlich die Ungeduld. Bis zum tatsächlichen Einzug gibt es jedoch noch viele Aspekte abzuwägen und Entscheidungen zu treffen. Auch der Zeitpunkt, wann man das Haus bauen sollte, erfordert eine gute Planung. Die vier Jahreszeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Allerdings fließen auch regionale Besonderheiten, private Ereignisse und vielerlei Aspekte in die Entscheidung, wann man nun tatsächlich mit dem Abenteuer Fertighaus bauen beginnen könnte. Schließlich laufen die Kosten für die Miete weiter und so sehnen viele einen raschen Baubeginn herbei.

Foto: Pixabay/annawaldl

Spatenstich im Frühjahr oder Sommer

Der große Vorteil für die wärmere Jahreszeit liegt daran, dass die Tage länger sind und man die Arbeitszeiten entsprechend anpassen kann. Auch könnte das Wetter besser sein als im Winter, vorausgesetzt, es kommt nicht zu untypischen Wetterkapriolen. Auch hier sind die regionalen Bedingungen zu berücksichtigen, ein konkreter Anhaltspunkt für eine erfolgreiche Baustellenplanung sind sie allerdings nicht.

Für die Ungeduldigen, die es kaum noch erwarten können, endlich ins Eigenheim zu ziehen und den Nachbarn im Mietshaus tschüss zu sagen, ist der Sommer, auch das Frühjahr deshalb ideal. Rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit ist das Haus soweit fertig, dass schlimmstenfalls die Innenarbeiten in die kühleren Monate verlagert werden müssen.

Vorteile für den Baubeginn im Herbst

Erfahrungsgemäß setzen viele zukünftige Hausbesitzer auf den Herbst, da die Preise im Baumarkt nachlassen und auch der Abverkauf so manches Schnäppchen bei Fliesen, Baustoff oder Gerätschaft ermöglichen könnte. Durch die geringere Nachfrage ist aber nicht nur das Material günstiger, sondern auch die notwendige Arbeitskraft oder Subunternehmer, die im Sommer deutlich ausgebucht wären.  

Die Kehrseite der herbstlichen Idylle beim Hausbau ist jedoch die unberechenbare Witterung. Alle Außenarbeiten wie Fundament oder andere Ausgrabungen müssen beendet sein, bevor die Kälte kommt. Die dunklen Abende verkürzen die tägliche Bauzeit, was die geplante Bauzeit deutlich verlängern kann. Letztendlich schlägt sich das auch auf die Kosten, denn eine Verlängerung des Baukredits bedeutet auch mehr Zinsen.

Bauen im kalten Winter

Der Winter eignet sich nicht für den Hausbau, sofern es nicht ein extrem milder Winter ist. Selbst die Verputz- und Mörtelarbeiten sind bei Temperaturen unter minus fünf Grad nicht machbar, sollte man nicht zwangsläufig gravierende Schäden oder Risse im Mauerwerk riskieren wollen. Auch die Einbringung der Bodenplatte aus Beton erfordert einen Ort, der frei von Frost, Eis und Schnee ist.

Nicht zu vergessen bei der Bauplanung

Entscheidend für einen planmäßigen Baubeginn sind die vorhandenen Unterlagen bzw. deren Einreichung bei Behörden beispielsweise. Angebote für Detailarbeiten, Aufstellungskosten beim Fertighaus oder die Polierplanung erfordern Zeit, die man ebenfalls berücksichtigen sollte. Selbst die Baufirma hat eine lange Vorlaufzeit, sodass man nicht damit rechnen sollte, den persönlich gewünschten Baustart sogleich in die Tat umsetzen zu können.

Es braucht eine professionelle Arbeitseinteilung, die Bestellung von Material und Absperrungen sowie von geeigneten Arbeitern, um den Hausbau tatsächlich beginnen zu können. Jeder Handgriff braucht Zeit und solange die Verträge nicht unterschrieben sind, sollte man nicht vorschnell handeln, auch wenn man es kaum noch erwarten kann.