Cholesterin: Alles Wichtige auf einen Blick

(Anzeige) - Cholesterin ist im Volksmund häufig als ungesundes Blutfett bekannt. Aber was hat es wirklich mit dem körpereigenen Stoff auf sich? Welche Formen gibt es und was unterscheidet sie? Ab wann sind Cholesterinwerte schädlich für die Gesundheit? Der Artikel bietet einen Überblick rund um das Thema Cholesterin.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Was ist eigentlich Cholesterin?

Cholesterin ist ein Fett, das der Körper vor allem in der Leber auch selbst produziert. Es kommt in verschiedenen Formen im menschlichen Organismus vor. Bei einer gesundheitlichen Risikobewertung bestimmen Ärzte im Idealfall verschiedene Cholesterinwerte. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob das Cholesterin zu hoch ist. Mediziner erheben in der Regel drei Werte: Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin.

Gesamtcholesterin

Das Gesamtcholesterin fasst alle Formen des im Blut befindlichen Cholesterins ohne Unterschied zusammen – es ist deshalb weniger aussagekräftig. Grundsätzlich sollte das Gesamtcholesterin einen Wert von 200 Milligramm pro Deziliter nicht überschreiten. Nach einem fettigen Essen darf es auch mal erhöht sein, das ist ganz normal und der Cholesteringehalt reguliert sich normalerweise von allein wieder.

LDL-Cholesterin

Das LDL-Cholesterin ist als eher schlecht bekannt. Das weniger kompakte Molekül kann genau wie das HDL vom Körper gebildet werden, gelangt aber auch über die Nahrung in den Organismus. Es befördert das Cholesterin von der Leber in den Körper und verteilt es an den richtigen Stellen.

Im Überschuss lagert sich das LDL an den Gefäßwänden ab. Daher kann es das Risiko für Arteriosklerose und damit auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Liegt beispielsweise eine familiäre Hypercholesterinämie vor, ist dieses Cholesterin dauerhaft zu hoch. Als Richtwert gilt ein LDL-Gehalt unter 130 Milliliter pro Deziliter. Ist der Wert des Cholesterins über einen längeren Zeitraum zu hoch, sollten Betroffene ihn unbedingt senken.

HDL-Cholesterin

HDL oder auch High Density Lipoprotein ist ein dicht gepacktes Molekül, welches überschüssiges Cholesterin sammelt. Als eine Art Putzkolonne kann es Ablagerungen aus den Gefäßen an sich binden und diese zur zentralen Verarbeitung zurück in die Leber bringen.

Es gilt als gutes Cholesterin, weil sich ein hoher HDL-Spiegel günstig auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt. Die Werte sollten bei Männern möglichst immer über 40 und bei Frauen über 50 Milliliter pro Deziliter liegen. Ein hoher HDL-Gehalt im Blut ist wünschenswert und kann das Risiko für Arteriosklerose und damit einhergehende Folgeerkrankungen senken.

Was macht Cholesterin im Körper?

Ganz ohne Cholesterin geht es nicht. Das Blutfett ist für den Körper lebenswichtig und elementar, da es an vielen Stoffwechselprozessen mitwirkt. Es dient zum Beispiel als Baustoff für die Gallensäure und ist damit essenziell für die Fettverdauung. Auch ist es an der Bildung von Hormonen beteiligt. So bedarf etwa die körpereigene Vitamin-D-Synthese dieses Stoffs. Auch Hormone wie Cortisol oder die Geschlechtshormone kann der Körper nur mit Hilfe von Cholesterin herstellen. Zudem bestehen Zellwände unter anderem aus dem Blutfett.

Neben den positiven Eigenschaften und Aufgaben von Cholesterin, gibt es auch negative Aspekte des Blutfettes. Ist zu viel davon im Körper und besteht ein Überschuss, begünstigt das Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die arterielle periphere Verschlusskrankheit (pAVK), Arteriosklerose oder Herzinfarkt. Betroffene, bei denen das Cholesterin zu hoch ist, bemerken zunächst keine Symptome. Genau das macht die Blutfettwerte gefährlich. Beschwerden wie Schwindel oder Schmerzen in den Beinen treten nämlich in der Regel erst auf, wenn sich bereits Folgeerkrankungen ausgebildet haben.

Was hilft, wenn das Cholesterin zu hoch ist?

Bestimmte Grundregeln haben günstige Effekte auf die Cholesterinwerte. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Vollkorn, mit etwas Obst, Nüssen und gesunden Pflanzenölen (zum Beispiel Olivenöl) ist schon mal eine gute Basis. Tierische Fette sollten in der Küche nur sparsam zum Einsatz kommen. Auf Fastfood und Süßes sollten Menschen mit ohnehin erhöhten Cholesterinwerten möglichst verzichten, so kommen sie dem Ziel von Normalwerten garantiert schon ein gutes Stück näher.

Die Ernährung ist allerdings nur ein Baustein auf dem Weg zu gesunden Cholesterinwerten. Auch Bewegung beeinflusst sie günstig. Zum einen reduziert körperliche Betätigung in Verbindung mit gesunden Essgewohnheiten möglicherweise vorhandenes Übergewicht – was ansonsten ein Faktor für erhöhte Cholesterinwerte ist. Zum anderen kurbelt die Anstrengung den Stoffwechsel an und reguliert so auch das Cholesterin. Vor allem moderate Belastung in Ausdauersportarten eignet sich gut dafür. Mit zusätzlichem Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, tut jeder der Gefäßgesundheit sowie dem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes.

Sehr hohe Cholesterinwerte oder erblich bedingte Fettstoffwechselstörungen sollten Betroffene unbedingt mit Medikamenten behandeln. Ein Gespräch mit dem Arzt hilft bei der Entscheidung für die richtige Therapie.


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