Wie sich die Online-Casino-Branche je nach Standort entwickelt - die neue welle

Wie sich die Online-Casino-Branche je nach Standort entwickelt

(Anzeige) Beispiele aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. In vielen Ländern war das virtuelle Glücksspiel lange verboten – so auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch mit der Entwicklung der Online-Casino-Branche hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Dank des Internets wird das Online-Glücksspiel immer beliebter. Das ist kein Wunder, denn es ist viel zugänglicher und bequemer als noch vor einigen Jahren. Heute können wir einfach unseren Laptop aufklappen und direkt mit dem Spielen in einem von hunderten Online-Casinos beginnen.

Foto: Pixabay

Das Problem dabei war jedoch lange Zeit, dass es im deutschsprachigen Raum sehr strenge Auflagen für das virtuelle Glücksspiel gab. Aus diesem Grund wandten sich viele Spieler an Online-Casinos mit Sitz auf Gibraltar, Zypern oder Malta. Doch vor kurzem hat die Online-Casino-Landschaft in den oben genannten Ländern begonnen, sich zu verändern.

Online-Casinos in der Schweiz

Die Schweiz ist Deutschland und Österreich in Sachen Online Glücksspiel etwas voraus. Schon seit 2019 betreiben große Schweizer Spielbanken ihre ersten offiziell lizenzierten Online Casino mit echtem Geld. Ein kluger Schachzug der Betreiber, denn das virtuelle Angebot erfreut sich großer Beliebtheit und spielt den Spielbanken viele Franken in die Kassen. In der Schweiz dürfen Online Casinos ausschließlich von Spielbanken in der Schweiz betrieben werden, die eine Lizenzerweiterung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) erworben haben. Das wurde im Rahmen einer Volksabstimmung von den Schweizern selbst so entschieden. Es dürfen zudem nur Personen mit Schweizer Wohnsitz und Pass bzw. einer entsprechenden Aufenthaltsbewilligung in einem Schweizer Online-Casino spielen. Derzeit gibt es in der Schweiz elf offiziell lizenzierte Online-Casinos.

Was Tischspiele angeht, bieten die Casinos hauptsächlich Poker, American Roulette und Black Jack an. Während Tischspiele bei den schweizerischen Glücksspielfans zwar sehr beliebt sind, machen die Online-Casinos den größten Teil ihres Umsatzes mit den vielen verschiedenen Spielautomaten. Zu den beliebtesten Spielautomaten in der Schweiz gehören derzeit Starburst, Book of Ra und Double Triple Chance. In der Schweiz – wie auch in vielen anderen europäischen Ländern – ist außerdem ein Übergang zum mobilen Spielen zu beobachten. Die Online-Casinos ermöglichen es den Spielern, auch von ihrem Smartphone-Browser auf die Spiele zuzugreifen. In einer zunehmend schnelllebigen Gesellschaft ist dies ein großer Vorteil, da die Menschen nun wo und wann immer sie möchten auf solche Freizeitbeschäftigungen zugreifen können.

Der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag

Im letzten Jahr kam dann auch in Deutschland die Wende. Am 1. Juli 2021 legalisierte Deutschland überraschend das Online-Glücksspiel. Von da an war es für Unternehmen möglich, eine deutsche Glücksspiel-Lizenz für ein Online-Casino, eine Lotterie, Online-Poker, Pferdewetten, Sportwetten oder virtuelle Automatenspiele zu beantragen. Allerdings gibt es bis jetzt nur einen legalen Anbieter für virtuelle Automatenspiele in Deutschland. Der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag bringt aber noch mehr Neues mit sich. Er schreibt zum Beispiel ein Einzahlungslimit vor: jeder Spieler darf monatlich nur maximal 1.000 Euro auf sein Spielkonto einzahlen. Überwacht wird diese Regelung durch ein Melderegisters und sie dient der Sicherheit der Spieler.

Tatsächlich bieten immer mehr Online-Casinos weltweit Möglichkeiten zum „verantwortungsvollen Glücksspiel“ an. Darunter fallen Regelungen wie die oben genannten, aber z. B. auch die Option, Spielpausen einzulegen. Dazu gehört auch eine eingehende Überprüfung und Verifizierung der Spieler, um sicherzustellen, dass diese volljährig sind. Mit dem technologischen Fortschritt werden solche Verfahren immer einfacher und vor allem sicherer. Besonders häufig kommt heute die 2-Faktor-Authentifizierung zum Einsatz. Bei dieser muss der Spieler mindestens zwei Komponenten vorlegen, die seine Identität nachweisen. Doch die Technologie ist bereits so weit fortgeschritten, dass für viele Bereiche inzwischen biometrische Daten zur Anmeldung verwendet werden können. Man kennt das vor allem vom iPhone, welches schon seit Längerem den Fingerabdruck und nun auch die Gesichtserkennung zum Entsperren benutzt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Verfahren auch auf andere Branchen wie das Online-Glücksspiel ausweiten könnten.

Virtuelles Glücksspiel in Österreich

Genauso wie in Deutschland oder in der Schweiz erkennt auch der Gesetzgeber in Österreich ausländische Lizenzen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten nicht an. Online Glücksspiel ist also auch hier nur legal, wenn der Anbieter eine staatliche Konzession besitzt. Derzeit besitzt nur das staatliche Unternehmen Casinos Austria eine solche Lizenz. Es besteht also ein Staatsmonopol.

In Österreich lässt sich seit einigen Jahren eine interessante Entwicklung weg von den physischen Spielstätten und hin zu Online-Casinos beobachten. Statista zufolge hatten die österreichischen Spielstätten mit einer Zahl von 3,01 Millionen im Jahr 2016 am meisten Besucher. Bereits vier Jahre später lag diese Zahl nur noch bei 1,04 Millionen Besuchern. Dies ist nicht verwunderlich, da durch die Digitalisierung viele Branchen eine stärkere Online-Präsenz aufgebaut haben. Seit der Einführung der sogenannten Live-Casinos hat sich dies noch weiter verstärkt. Denn es ist bei bestimmten Anbietern mit Sitz in der EU nun möglich, Live-Poker- oder Roulette-Räume mit echten Croupiers zu besuchen. So wird das Casino-Feeling einfach zu Hause nachgestellt. Mit Technologien wie Virtual Reality (VR) wird sich diese Entwicklung in Zukunft vermutlich noch verstärken. Doch wann diese fortschrittlichen Technologien im deutschsprachigen Raum ankommen, bleibt abzuwarten. Die Nachfrage scheint jedoch da zu sein.


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