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Treffpunkt für Jung und Alt mit diversen Highlights: Rock am Wald 2019

Eggenstein (pm/cmk) Seit 2002 gibt es ROCK Am Wald - und es gibt noch viele Sachen, die es noch nicht gegeben hat. Dieses Jahr etwa einen Gewinner beim ESC-Vorausscheid, der keiner sein wollte. Andreas Kümmert macht lieber sein eigenes Ding: authentisch, unverkrampft und abseits der Medien-Hysterie. Wie geschaffen für ROCK Am Wald also, deshalb kommt er am Freitag mit seinem Bluesrock-Coverproject THE RON LEMONS nach Eggenstein.

Neues Food-Truck-Konzept und musikalische Leckerbissen

Authentisch ist auch das richtige Wort für den Top Act des Abends: Randy Hansen zelebriert die Musik von Jimi Hendrix wie kein Zweiter und wird am Hardtwald ein fulminantes Gitarrenfeuerwerk abbrennen. Am Samstag sind u.a. mit Gablonzky Beat und Madhouse zwei der angesagtesten Bands aus Karlsruhe am Start, bevor Tina T. Cover No1 das ganz große Bühnenmenü zum Abschluss des Festivals serviert, das kulinarisch erstmals mit einem Food-Truck-Konzept an den Start geht.

Line-Up Freitag

Am Freitag (9. August) rocken The Dead Flowers ab 19 Uhr die Bühne bei Rock am Wald. Die Songs von The Rolling Stones gehören dabei genauso in die “experienced Country & Roll Music Show” der Lokalmatadoren wie Klänge aus dem tiefen amerikanischen Süden oder Klassiker des Chicago Blues. Mit lässiger Eleganz und erfahrener Bühnenpräsenz sind The Dead Flowers ein würdiger Auftakt zum diesjährigen Rock am Wald. Ab 20.15 Uhr kommen dann The Ron Lemons feat. Andreas Kümmert – ein weiteres Highlight 2019. Andreas Kümmert wurde 2015 von einem Millionenpublikum als Kandidat für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC) geschickt, hat allerdings abgesagt. Das hat seinem Image allerdings keineswegs geschadet. Im
Gegenteil: Der Unterfranke überzeugt als Sänger und Gitarrist mit absoluter Leidenschaft und außergewöhnlicher Musikalität auf vielen Konzert- und Festivalbühnen in der Bundesrepublik. Das
Coverprojekt The Ron Lemons mit Bluesrock-Klassikern aus den 60ern und 70ern bietet den perfekten Rahmen für den Vollblutmusiker und seine versierten Kollegen. “Da steht dieser Typ auf der Bühne und beißt in seine Gitarre. Zum Teufel, was macht der da, denke ich. Und ich sehe mich nach dem zweiten Gitarristen um – weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass er die Töne allein produzierte. Wo ist also der andere Gitarrist? Es gibt keinen!“ Nicht nur Woodstock-Mitstreiter Richie Havens hatte Schwierigkeiten, das Phänomen Jimi Hendrix zu begreifen, denn wohl nie zuvor oder danach hat ein einziger Künstler die Rockmusik so nachhaltig verändert. Gitarrenrock als Naturereignis: Das trifft auch auf Randy Hansen zu, der am Freitagabend ab 22.15 Uhr für die perfekte Festivalstimmung sorgen wird. Seit Jahrzehnten hält er, ebenfalls aus Seattle stammend, das musikalische Erbe von Jimi Hendrix am Leben und ist damit rund um die Welt erfolgreich. Der Gitarrist spielte bereits mit Hunderten von Musikern im Studio und auf Tour, Francis Ford Coppola rief einst persönlich an und beauftragte ihn mit der Komposition passender Sounds für das Kriegsepos „Apocalypse Now“. Auch in Eggenstein wird Randy Hansen mit seiner Tribute Show der einmaligen Art zum Abschluss des ersten Tages kräftig abräumen.

Line-Up Samstag

Endeffekt werden am Samstag (10. August) um 16 Uhr die Bühne eröffnen. Als Preisträger beim letztjährigen „offerta Music Award“ eröffnet die Band den Rock am Wald-Samstag. Einen Moment lang dem Alltag entfliehen, kurz innehalten, zuhören. So definiert das Sextett aus Forbach die Idee hinter der Band und transportiert sie in Songs „über das Leben, Liebe, Freundschaft
und die kleinen Dinge“. Dass sich die Jungs auf der Bühne wohlfühlen und mit ihrer Musik ankommen, zeigen unter anderem Erfolge beim Baden-Württembergischen Bandförderpreis Play Life und Auftritte bei großen Festivals wie Das Fest in Karlsruhe und dem Darmstädter Schlossgrabenfest. Ein Riecher für neue, vielversprechende Namen – auch das ist Rock Am Wald! Einen Slot nach unten rutschen Captain Supersport. Der Vierer aus Stutensee hat Erfahrung auf der Bühne am Hardtwald. Mehrfach waren die Jungs bereits zu Gast und haben klar gemacht, worauf es ankommt: Straight To the Bone, direkt und unverfälscht – „No Nonsense Rock“ eben, wie die Band es selbst definiert. Wer vergleichbare In-Your-Face-Ansätze von Motörhead oder den Ramones mag und auf lange Vorreden verzichten kann, ist ab 17 Uhr genau richtig. Wenn die Presse ausgefeilte Gitarrensoli als „konservative Rocker-Tugenden“ definiert, und wenn man von dieser Art Konservatismus gar nicht genug bekommen kann, ist man bei einem Auftritt von Gablonzky Beat bestens aufgehoben. Wenn die Kritik dann noch von „Schweineorgel-Solo“ spricht und den Vocals die richtige Portion „Straßenköterhaftigkeit“ attestiert, dürften auch letzte Zweifel beseitigt sein, dass hier eine Band mit viel Spaß und Wucht über die Bühne tobt. Wer die Combo in den letzten Jahren bei Das Fest oder einem der vielen Kneipen-Gigs erlebt hat, kann bestätigen, dass sie einfach nicht in eine der üblichen Schubladen passt. Alle anderen werden es ab 18.30 Uhr (Samstag) ebenfalls wissen.

Großes Festival-Finale

Adams Brayn, Kon Chauvi, Kick the Monkey, Quitesnake…in diesen Formationen sind die Herrschaften von Madhouse ansonsten zugange – was erahnen lässt, dass hier in Sachen Spielfreude permanent auf 11 gedreht wird. Das kommt den Klassikern aus den letzten 30 Jahren zugute, die dem Publikum von den sechs Jungs entgegen geschleudert werden. „Musik, die sich über
Jahrzehnte durchgesetzt und gehalten hat und nochmals den einen oder anderen Zustand von Willenlosigkeit ins Gedächtnis ruft“, wie auf der Bandwebseite angedroht wird. Derart kompetent
dargeboten, lässt man sich von diesem Das-waren-noch-Zeiten-Trip gerne mitreißen und unterschreibt jede Erklärung, dass Rockmusik genau so zu sein hat. Madhouse steht ab 20.15 Uhr auf der Bühne. „Who needs a heart, when a heart can be broken?“ sang Tina Turner im Jahr 1984 bei ihrem Comeback nach jahrelanger Funkstille. Wie keine zweite Künstlerin wusste sie aus eigener Erfahrung, worüber sie bei den Höhen und Tiefen des Lebens sprach. Mag es um sie in den letzten Jahren ruhig geworden sein, setzen ihre Songs noch immer Maßstäbe bei Ehrlichkeit, Intensität und ungezügelter Power. Den Beweis liefern Tina T. Cover No1 mit dem Live Tribute to Tina Turner. Angeführt von der unglaublichen Barby Hess und unterstützt von Chorsängerinnen und Tänzerinnen performt die Band die druckvollen Rockklassiker und gefühlvollen Pop-Balladen der Grande Dame aus Nutbush, Tennessee, auf allerhöchstem professionellen Niveau. Definitiv der perfekte Abschluss ab 22.15 Uhr und nicht zu Verpassen bei Rock Am Wald 2019!

Alle Informationen rund um das Programm und allen anderen großen und kleinen Dingen zum Festival-Highlight in Nordbaden gibt es hier.