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Münzen und Briefmarken: Goldgrube statt "langweiliger Kram"

Ettlingen (pm/as) Nicht erst seit der erfolgreichen Fernsehshow "Bares für Rares" ist klar, dass sich geerbtes oder lang aufbewahrtes, das für "Plunder" gehalten wurde, zu einem wahren Goldesel entwickeln kann. Das Zocken an der Börse ist nicht jedermanns Sache und die Lage an den Finanzmärkten lockt viele Anleger auch auf andere Formen der Wertsteigerung - zum Beispiel auf Briefmarken und Münzen. Immer mehr Käufer auch aus Asien und Osteuropa zahlen Höchstpreise für seltene Stücke. Objekte professionell einschätzen und - oftmals mit einem satten Gewinn - versteigern, ist das tägliche Geschäft von Auktionshäusern. Erst letzten Februar kamen so bei einer Auktion in Ettlingen 2,4 Millionen Euro zusammen. Ein Blick in die "alten Sachen" vom Opa oder der Tante kann sich also lohnen.

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Zwei Auktionen im Mai

Das internationale Auktionshaus Gert Müller in Ettlingen  versteigert vom 18.-19. Mai wieder wertvolle Münzen und Briefmarken. Dafür werden noch Objekte gesucht und angenommen. Die Nachfrage nach gehaltvollen Kollektionen und Nachlässen praktisch aller Gebiete ist den Experten zufolge außerordentlich stark. "Der größte Teil unserer Einlieferer konnte einen vollständigen Verkauf verbuchen, wobei die Schätzpreise oft weit übertroffen, teils vervielfacht wurden", heißt es von dem Auktionatoren-Team. Am 25. Mai kommt außerdem in einem Sonderkatalog ein wertvolles Angebot an Münzen und Schmuck zum Angebot, das ein großes internationales Publikum nach Ettlingen locken könnte. Den Experten wurden unter anderem  Raritäten aus Bayern zur Versteigerung übergeben, mit vielen Zeppelinserien, Nothilfeblocks, Vineta-Provisorium auf Karte und weiteren Numismatik- oder Philatelie-Träumen.

Wie funktioniert eine Versteigerung?

Die Sachverständigen reisen häufig zu potentiellen Verkäufern in der ganzen Bundesrepublik auch nach Hause. Teilweise werden sogar schon Vorschüsse auf die zu erwartenden Gewinne gezahlt. Vom "Hammerpreis" wird bei der Abrechnung nach der Versteigerung die "Einliefererkommission" abgezogen, also der Betrag, der vom Auktionshaus für Vermittlungstätigkeiten berechnet wird. Außerdem gibt es noch mögliche Kosten durch Versicherung, Katalogerstellung oder auch für den Transport zum Auktionsort. Muss eine spezielle  Expertise eingeholt werden, gehen die Kosten zu Lasten des Verkäufers, ebenso, wenn eine Restaurierung ansteht, um einen angemessenen Preis zu erzielen.