Wehmut beim KSC: Zähes Ende einer "privilegierten Saison"

Wehmut beim KSC: Zähes Ende einer "privilegierten Saison"

Karlsruhe (dpa/lk) - Seit sechs Spielen ist der KSC mittlerweile sieglos, dazu schmerzt der Abschied von Torjäger Hofmann. In Heidenheim wollen die Badener das Gesamtbild einer in Summe guten Saison noch mal aufhübschen.

Foto: GES/Marvin Ibo Güngör

Sechs Spiele ohne Sieg

Der letzte Eindruck zählt, heißt es oft. Beim KSC würde das aktuell wenig Gutes verheißen. Der badische Fußball-Zweitligist hat in Summe wieder mal eine durchaus ordentliche Saison gespielt und souverän die Klasse gehalten, seine Auftritte auf der Zielgeraden trüben das Gesamtbild allerdings etwas. Denn seit sechs Spielen ist der KSC mittlerweile sieglos. Zum Abschluss beim 1. FC Heidenheim könnte er am Sonntag noch vom elften auf den 14. Tabellenplatz abrutschen. Rund um den Wildpark ist durchaus etwas Wehmut zu spüren - ob des verpassten Sieges im letzten Heimspiel der Runde gegen Dynamo Dresden (2:2) oder auch wegen des bevorstehenden Abgangs von Torjäger Philipp Hofmann.

Abgang von Torjäger Hofmann

"Es ist schade, dass es so zu Ende geht. Ich hätte mich gerne mit einem Heimsieg verabschiedet", sagte der Stürmer, der zum VfL Bochum wechselt, nach der Partie gegen Dresden. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte Hofmann mit seinem 19. Saisontor das 2:1 erzielt. Nach drei vor allem für ihn persönlich erfolgreichen Jahren in Karlsruhe sah es nach der perfekten Abschiedsvorstellung für den 29-Jährigen aus. Die Region, die Stadt und der Verein seien ihm ans Herz gewachsen, sagte Hofmann danach. Man habe "voneinander profitiert". Der Angreifer wird dem KSC fehlen. Ihn adäquat zu ersetzen, für Sportchef Oliver Kreuzer eine schwer zu lösende Aufgabe. Aber nicht nur vorne sieht Trainer Christian Eichner Arbeit auf sich zukommen.

Bild in Heidenheim aufhübschen

Es sei zwar eine "extrem privilegierte Saison" gewesen, sagte der Coach mit Blick auf den frühzeitigen Ligaverbleib und den Vorstoß ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Die Badener sind finanziell immerhin schmal aufgestellt. Sie wüssten aber auch, "was wir zu tun haben" und dass sie "in vielen Bereichen besser werden" müssten. Die Partie gegen Dynamo inklusive des ärgerlichen Last-Minute-Ausgleichs sei ein "Spiegelbild" der letzten Wochen gewesen, sagte Eichner. Kommenden Sonntag um 15.30 Uhr in Heidenheim wollen es die Karlsruher noch mal aufhübschen.


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