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Verbrauchermesse offerta in Karlsruhe ist abgesagt

Karlsruhe (pm/lk) - Angesichts der sprunghaft angestiegenen Inzidenz-Werte für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe sieht sich Oberbürgermeister  Frank Mentrup gezwungen, die Verbrauchermesse offerta kurzfristig abzusagen. Die offerta wäre eigentlich am Samstag in der Messe Karlsruhe gestartet. Doch Stadt- und Landkreis Karlsruhe liegen jetzt ebenfalls über dem Corona-Warnwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen. Die Durchführung einer Verbrauchermesse wäre somit "nicht glaubwürdig" sagt OB Mentrup.

Foto: ARTIS/Ulli Deck

Verbrauchermesse offerta abgesagt

"Wenn wir demnächst die 50 reißen, wird nach den Vorgaben des Landes tief in das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen reglementierend eingegriffen, damit dieser Anstieg abgebremst werden kann. Daneben eine Verbrauchermesse durchzuführen, die auf Genuss und Spaß in Gruppen setzt, ist nicht glaubwürdig", begründet das Stadtoberhaupt die Entscheidung.

OB Mentrup bleibt keine Wahl

Dieser Schritt falle ihm nicht leicht, betont Mentrup, weil er die Aussteller wirtschaftlich hart treffen könne und der Messegesellschaft weitere Einnahmeausfälle beschere. "In Abwägung der gesundheitlichen Risiken für Besucherinnen und Besucher wie auch für die Beteiligten in den Hallen und auf dem Gelände sehe ich mich aber zu diesem Schritt in Abstimmung mit den Fraktionen im Gemeinderat gezwungen", unterstreicht Karlsruhes Oberbürgermeister.

Stadt- und Landkreis überschreiten Warnwert

Der Stadt- und Landkreis Karlsruhe liegen jetzt ebenfalls über dem Corona-Warnwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen. Im Stadtkreis betrug der Wert nach einem Anstieg um über 70 Fälle am Mittwoch 38,1. Im Landkreis waren dem Gesundheitsamt am Donnerstagmorgen 369 Fälle bekannt und die Sieben-Tage-Inzidenz betrug  damit 43,4.

Absage trifft regionale Wirtschaft

Messechefin Britta Wirtz zu dieser Entscheidung: "Es tut uns sehr leid für die Aussteller, die auf der offerta ihr Geschäft weiter ankurbeln wollten, für die vorfreudigen Besucher und auch für alle unsere Servicepartner, die bereits, genau wie unsere eigenen Mitarbeitenden, viele Stunden in die Vorbereitungen unserer beliebten Publikumsmesse investiert haben. Die Eindämmung der Pandemie hat jedoch höchste Priorität und diese Entscheidung trägt dem übergeordnetem Schutz der Bevölkerung Rechnung. Das erkennen wir mit der Absage der diesjährigen offerta an." Die Absage trifft nicht nur den Veranstalter, sondern in erster Linie die regionale Wirtschaft. "Das Stattfinden der offerta galt als wichtiges Signal, als Motor, um die Wirtschaft anzukurbeln. An dieser Stelle möchte ich dem unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten in den vergangenen Wochen danken. Es war und ist für uns alle keine einfache Situation", fügt Wirtz hinzu. Alle bereits
geleisteten Zahlungen der Aussteller an die Messe Karlsruhe werden vollumfänglich zurückerstattet. Gleiches gilt für alle, die sich bereits ein Ticket für die offerta gekauft haben.

Hygienekonzept Anfang der Woche angepasst

Erst am Montag passte die Messe Karlsruhe das bestätigte Sicherheits- und Hygienekonzept an, um auch nach dem Ausrufen der Pandemiestufe 3 eine sichere Durchführung der Messe zu gewährleisten. Das erweiterte Sicherheitskonzept wurde von den Behörden für seine hohe Qualität gelobt. Allerdings muss die Corona-Verordnung Messen und die damit einhergehende behördliche Genehmigung immer in Verbindung mit den aktuellen Fallzahlen betrachtet werden. Die seit gestern sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen – speziell in der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe – lassen die Durchführung der Messe aktuell nicht mehr zu.


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