Ukraine-Krieg belastet Handwerksbetriebe rund um Karlsruhe -

Ukraine-Krieg belastet Handwerksbetriebe rund um Karlsruhe

Karlsruhe (pm/svs) - Der Krieg in der Ukraine belastet das Handwerk in der Region zunehmend mehr. Die gute Nachricht: Der Bausektor ist nach wie vor gut ausgelastet. Der militärische Konflikt im Osten Europas zwischen Russland und Ukraine hat die Hoffnung auf ein konjunkturelles gutes Jahr 2022 allerdings zunichtegemacht. Das spiegelt sich auch in der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Karlsruhe wider. Direkt zu spüren sind die Auswirkungen der russischen Invasion bei den Energie- und Treibstoffkosten, deren Preise auf Rekordwerte notieren und Wirtschaft wie Verbraucher mit steigenden Kosten belasten. Bei fast allen Handwerksbetrieben in der Region sind die Einkaufspreise gestiegen, was sich wiederum auf die Verkaufspreise und damit auf uns alle auswirkt.

Foto: Symbolbild Adobe Stock/Matthias Buehner

Störung der Lieferketten und Personalmangel

Abzulesen ist dies auch in der Umfrage der Handwerkskammer Karlsruhe: Für das I. Quartal 2022 geben 95,9% der befragten Betriebe an, dass ihre Einkaufspreise gestiegen sind, 4,1%
melden gleich gebliebene Preise. Dabei hatten Hemmfaktoren wie die Störung der Lieferketten oder der Personalmangel angesichts der hohen Omikron-Infektionszahlen die
Unternehmen in den letzten Wochen bereits erheblich gebremst. Getrübt wird die Stimmung zudem von den steigenden Inflationstendenzen. Für 2022 wird mit einer allgemeinen Preissteigerung zu rechnen sein, die in Deutschland seit Jahrzehnten nicht erreicht wurde.

Höhere Einkaufspreise bedeutet höhere Verkaufspreise

Auch das Handwerk muss seine Angebotspreise anpassen: 55,2% der Betriebe geben an, dass sie die höheren Einkaufspreise bei den Verkaufspreisen einkalkulieren werden, immerhin 43,0% der Befragten rechnet nach wie vor mit gleichbleibenden Verkaufspreisen. Im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe melden für das I. Quartal in diesem Jahr 51,5% der Betriebe eine gute Geschäftslage. Zugleich bezeichnen 18% der Unternehmen ihre Geschäftslage als schlecht. Für die kommenden Monate gehen 39,2% davon aus, dass sich die Geschäftslage
verbessert, 9,9% rechnen mit einer Verschlechterung. Schuld daran sind die aktuellen Unsicherheiten infolge des Russland-Ukraine Krieges, die eine verlässliche Planung immer schwieriger machen.

Unsicherheiten infolge des Russland-Ukraine Krieges

Die Geschäftslage im Handwerk stellt sich im I. Quartal 2022 in den verschiedenen Gewerbegruppen sehr unterschiedlich dar. So berichten die Betriebe aus dem Kfz-Gewerbe von einer schlechten Geschäftslage (50%), im Dienstleistungshandwerk halten sich negative und positive Rückmeldungen 35,3% zur Geschäftslage gerade so die Waage. Nach wie vor positiv ist die Nachfrage nach Leistungen im Bausektor. Sowohl das Ausbaugewerbe (72%) als auch das Bauhauptgewerbe (66,7%) berichten von einer guten allgemeinen Geschäftslage. Der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe liegt im Mittelwert bei 12 Wochen, im Ausbauhandwerk sind es im Kammerbezirk Karlsruhe gar 24 Wochen.


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