Schwacher Start in die Playoffs – Lions nun unter Druck - die neue welle

Schwacher Start in die Playoffs – Lions nun unter Druck

Karlsruhe (br) - Drei Jahre nach dem letzten Endrunden-Auftritt – damals gegen die Niners Chemnitz – nehmen die PS Karlsruhe Lions 2022 wieder an den PlayOffs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA teil. Das diesjährige Viertelfinale begann für das Löwenrudel und seinen Gegner, die Rostock Seawolves aus organisatorischen Gründen am 23. April mit dem zweiten Spieltag. Daher fand die Begegnung beim Hauptrundensiebten in Karlsruhe statt. Zum Leidwesen der Fans konnten die LIONS nicht an ihre bisherigen Leistungen aus dieser Saison gegen Rostock anknüpfen und verloren nach einer äußerst schwachen zweiten Hälfte mit 66:87.

Foto: GES/Markus Gilliar

Ausgeglichener Start

ProA-Topscorer Stanley Whittaker eröffnete mit einem Sprungwurf die Punktejagd für die Lions, bevor die Führung kurz darauf zu den Seawolves wechselte. Doch Karlsruhe trat zunächst selbstbewusst gegen den Hauptrundenzweiten auf. Nach intensiven ersten sieben Minuten stand es dennoch nur 10:10. Auch in der verbleibenden Zeit bis zur ersten Pause schenkten sich die Kontrahenten nichts, was in einem recht ausgeglichenen Zwischenstand von 14:16 nach zehn Minuten resultierte.

Lions bauen Vorteil aus

Mit ihrem zweiten Angriff nach Wiederbeginn konnten die Lions ausgleichen und kurz darauf mit dem ersten erfolgreichen Karlsruher Dreier des Abends durch Ferdinand Zylka in Führung gehen. Den sich abzeichnenden Run der Hausherren versuchten die Seawolves nach 13 Minuten beim Stand von 23:18 per Auszeit zu unterbrechen, konnten aber zunächst nicht überzeugend kontern. Die Gastgeber hatten weiterhin leichte Vorteile, die sie zwischenzeitlich in eine Acht-Punkte-Führung ummünzten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte bekamen die Lions allerdings zunehmend Schwierigkeiten, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen und gerieten in der eigenen Defense immer wieder unter Druck.

Seawolves greifen an

Beim Gang in die Kabinen hielt Karlsruhe noch einen 36:33-Vorsprung. Was sich bereits gegen Ende von Halbzeit eins angedeutet hatte, trat kurz nach Wiederbeginn ein: Entschlossene Rostocker übernahmen mittels eines Acht-Punkte-Runs zu einem für sie günstigen Zeitpunkt die Führung. In der 23. Minute bat Lions-Headcoach Aleksandar Scepanovic sein Team in die Auszeit. Die Taktikbesprechung zeigte zunächst wenig Wirkung, denn in der nun deutlich rauer geführten Partie waren die Gäste nur noch schwer zu stoppen. Zwei Lions-Punkte innerhalb der ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren hingegen deutlich zu wenig, um mit dem Favoriten mitzuhalten. Erst allmählich fand das Löwenrudel zu einer klareren Linie zurück und verkürzte den zwischenzeitlich bedrohlich angewachsenen Rückstand bis auf vier Punkte. Insgesamt war es trotzdem kein gutes Karlsruher Viertel, das mit einem Zwischenstand von 52:56 zu Ende ging.

Unsicherheit bei den Löwen

Nach 32 Spielminuten – die Gästeführung war nun erstmals zweistellig – versuchte Scepanovic mittels einer weiteren Auszeit noch einmal Impulse zu setzen, jedoch ohne Erfolg. Die Spieler wirkten nun unsicher und viel zu viele Bälle wurden zur leichten Beute für das Gästeteam, das nun keine Mühe hatte, den Vorsprung auszubauen und das Spiel bis zum Ende zu kontrollieren.

Topscorer für Karlsruhe waren Stanley Whittaker (19 Punkte), Ferdinand Zylka (18) und Maurice Pluskota (12). Die Regenerationszeit für das Löwenrudel fällt vor dem anstehenden mehrtägigen Aufenthalt an der Ostsee kurz aus. Bereits am 26. April wird der 1. PlayOff-Spieltag in der Stadthalle Rostock nachgeholt, bevor es am 28. April an gleicher Stelle zum dritten und möglicherweise bereits entscheidenden dritten Duell kommt.


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