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KSC in Hannover gefordert

Karlsruhe (jl) Da die Saison der 2. Fußballbundesliga bis Ende Juli zu Ende gespielt werden soll ist es unumgänglich, auch unter der Woche zu spielen. So steht für den Karlsruher SC nun die erste von zwei englischen Wochen an. Der KSC ist das erste Mal während der Corona-Zeit auswärts gefordert - beim Tabellenneunten Hannover 96.

Symbolbild: GES

Sieben Punkte trennen die beiden Mannschaften

Hannover bestritt erst am vergangenen Samstag das erste Spiel, da zuvor die Partie gegen Dresden wegen der Quarantäne des gesamten Dresden-Teams ausgefallen war. Die Hannoveraner gewannen ihr Spiel gegen Osnabrück mit 4:2 und konnten auf Platz 9 vorrücken. Damit verschafften sich die Niedersachsen ein kleines Polster im Abstiegskampf. Trotzdem sind es nur sieben Punkte zwischen dem KSC auf Platz 16 und Hannover. „Wenn ich mich nicht ganz verschaut habe in der Analyse des Osnabrück Spiels, weil es auch der erste Auftritt von Hannover war, hat die Mannschaft in 90 Minuten zwei bis dreimal das System gewechselt. Hat auf verschiedenen Situationen im Spiel reagiert, hat eine enorme Qualität von der Bank -  also das ist unfassbar, was der Kollege dann da in der zweiten Halbzeit nachlegen konnte. Diese Variabilität in Form von taktischer Grundordnung und auch Personal, man kann sich da also kaum auf eine Startelf einstellen, wobei das auch gar nicht so wichtig ist. Gepaart mit dem Wissen, dass es eigentlich ein Kader ist, welcher zu den TOP 4 der Liga gehört aus meiner Sicht – ist es eine Mischung die sehr gefährlich ist. Es ist eine Mannschaft, die eigentlich zu den großen Favoriten dieser Saison gehört hat und es auch irgendwann nicht geschafft hat konstant zu Punkten und dann irgendwo nie ganz unten war auch nie ganz oben war. Wir müssen uns einfach drauf einstellen, dass wir eine Top-Leistung brauchen, um irgendwas nach Karlsruhe zu bringen“, analysierte Christian Eichner am Dienstag.

Gondorf nach Sperre wieder zurück

Der KSC war diese Saison schon zweimal gegen Hannover gefordert. In der ersten Runde des DFB-Pokals gewannen die Blau-Weißen nach 90 Minuten mit 2:0. Im Ligaspiel gab es ein 3:3 im Wildpark. Trainer Christian Eichner wird wieder umstellen müssen, denn Lukas Fröde darf aufgrund der fünfen gelben Karte im Spiel gegen Bochum nicht mit nach Hannover. Zwar kommt Jerome Gondorf nach seiner Sperre wieder zurück, allerdings gibt es schon wieder fünf Spieler, die mit der nächsten gelben Karte für ein Spiel pausieren müssten. Darunter sind: Damian Roßbach, Marc Lorenz, Manuel Stiefler, Marvin Wanitzek und Philipp Hofmann – trotzdem keine Sorgen für Eichner: "Damit hab ich mich noch nie beschäftigt. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es absolut null Sinn macht einem Spieler mit auf den Weg zu geben, er solle aufpassen weil am Samstag ein sehr wichtiges Spiel kommt, oder geschweige denn zu sagen ich lass den jetzt auf der Bank, aus Angst weil ich ihn am Samstag brauche. Ich glaube diese Rechnung funktioniert so im Fußball nicht, weil es mehr ins Gegenteil aus ahndet, dass der Spieler nicht frei genug ist im Kopf. Aber klar ist es so, dass es nicht so optimal wäre, wenn alle angezählten Spieler mit vier gelben Karten jetzt auf einmal die fünfte gelbe Karte holen würden. Das wäre etwas unglücklich. Wenn das nun so weiter läuft wie wir das bisher hatten, dass immer einer geht und der andere kommt und am besten noch so optimal, dass es die gleiche Position ist wie wir es jetzt mit Lukas und Jerome hatten und es eins zu eins auffangen können ist es noch einigermaßen optimal. Was nicht passieren sollte ist so eine fünfte gelbe Karte wie sie Jerome hatte oder Christoph Kobald in Heidenheim – es sind beides gelbe Karte gewesen, die man in eine Kategorie einordnet die ich zu dieser frühen Uhrzeit heute Morgen noch nicht aussprechen möchte.“

Ben-Hatira eine Option?

Ob Änis Ben-Hatira eine Option für den Kader ist, lies Eichner noch offen. Der Mittelfeld-Akteur kehrt nach seiner Rot-Sperre wieder ins Team zurück, allerdings fehlt im noch etwas die Spielpraxis. Sicher ist, dass das Team am Mittwochabend wieder alles geben muss, um was Zählbares aus Hannover zu entführen – und weiter mit allen Mitteln gegen den Abstieg aus Liga 2 zu kämpfen. Los geht’s am Mittwochabend um 18:30 Uhr.