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KSC drohen hohe Verluste – Wie geht es jetzt weiter?

Karlsruhe (jl) Der Corona-Virus hat auch große Auswirkungen auf die Sportwelt. Viele Verbände haben alle sportlichen Tätigkeiten bereits eingestellt. Heute wurde nach Frankfurt geschaut, denn dort tagten die Vertreter der 1. und 2. Fußballbundesliga, um über das weitere Vorgehen im  deutschen Profifußball zu sprechen. Auch mit dabei war KSC-Geschäftsführer Michael Becker. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) war zuletzt in Kritik geraten, da sie noch versuchte den 26. Spieltag ohne Zuschauer durchzuziehen. Dieser wurde dann aber doch noch abgesagt – nun sollte eine Lösung für die weiteren Spieltage her.

Foto: GES / Markus Gilliar

Ligabetrieb bleibt bis zum 2. April unterbrochen

Eine Idee, wie es nach dem 2. April weitergehen soll, hatten die Verantwortlichen der DFL nicht. die neue welle hat nach dem Termin mit KSC-Geschäftsführer Michael Becker über die Entscheidung der Vereine gesprochen: "Allen DFL Mitgliedervereinen - denen haben auch wir uns auch angeschlossen - ist es wichtig, dass die Saison wenn möglich irgendwie zu Ende gebracht werden soll. Notfalls soll das auch ohne Zuschauer erfolgen, es wäre ein mögliches Szenario. Die Lage ändert sich jeden Tag, daher ist es schwierig auch in genauen Szenarien zu denken."

Vereine wollen Saison zu Ende bringen

Daher wurde in der aktuelle Lage beschlossen, dass der kommende Spieltag auf jeden Fall ausgesetzt wird. Der KSC hätte hier ein weiteres Heimspiel gegen den VfL Bochum und verliert somit weitere Einnahmen. Allerdings geht es nicht nur um Tickets, Fanartikel und Catering, sondern auch um die TV-Gelder: "Auch die TV-Gelder fließen in dieser Form nicht mehr, wie sie bisher geflossen sind. Deswegen ist es gut daran getan, dass alle versuchen die Saison zu Ende zu spielen - das steht ganz klar im Fokus", so Becker weiter.

DFL will wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sehen

Neben den Einnahmen läuft Eines beim KSC normal weiter: Die Ausgaben. Viele kleinere Vereine können sich eine längere Pause nicht erlauben, weil sie schnell in eine finanzielle Schieflage geraten könnten. Daher hat die DFL die Clubs angewiesen, ein Extrem-Szenario zu erstellen. Alle Vereine wurden aufgefordert, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unverzüglich an die DFL zu übermitteln. Zudem wird in der Woche vom 30. März ein weiteres Treffen in Frankfurt stattfinden. Dort wird dann über das weitere Vorgehen abgestimmt.

Keine endgültige Entscheidung

Da keiner weiß, wie sich die Lage in den nächsten Tagen verändert, hat die DFL beschlossen, mit einer endgültigen Entscheidung zu warten. Auch weil die UEFA erst am Dienstag abstimmen wird, wie sie mit der Europameisterschaft 2020 fortfahren wird. Hier steht sogar eine Verschiebung in den Winter im Raum. Ob diese Option dann von den Vereinen umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.

KSC verschärft Maßnahmen – Trainingspause ist möglich

Der KSC hat schon auf das Virus reagiert und die Öffentlichkeit bei den Trainingseinheiten ausgeschlossen. Zudem wurden die Spieler angewiesen ihre Freizeitaktivitäten zu unterlassen, soziale Kontakte einzuschränken und auf Hygienebestimmungen zu achten.  Es wäre auch möglich, dass das Training ausgesetzt wird: "Wir haben am Freitag diverse Maßnahmen beschlossen, es kann auch sein, dass wir das Training für eine Woche aussetzen. Das müssen wir nach der heutigen Sitzung neu bewerten. Zudem haben wir ein komplettes Kontaktverbot für die Spieler erteilt, um alle Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen", so Becker.