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Kiloweise Speed und Ecstasy: Polizei hebt Drogenlabor aus - Drahtzieher auch im Landkreis Karlsruhe

Stuttgart / Karlsruhe (pol/as) Die Polizei im Südwesten hat einen empfindlichen Schlag gegen die Partydrogen-Szene gelandet. Bei Durchsuchungen auch im Landkreis Karlsruhe wurden nicht nur kiloweise Stoffe zur Herstellung von Pillen und Trips gefunden - die Fahnder haben auch eine Drogenküche zerstört, bevor dort Kriminelle ihre gefährlichen Mischungen anrühren und in der hiesigen Partyszene in Umlauf bringen konnten. Drei Verdächtige kamen vor den Haftrichter.

Foto: Vnukko/pixabay

18 Kilo Amphetamin kommen nicht auf den Markt

Drogenküche auch im Landkreis Karlsruhe ausgehoben. Foto: LKA

Durch verdächtige Postsendungen kamen die Drogenfahnder auf die Spur der Verdächtigen. Foto: LKA

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Stuttgart hat am vergangenen Mittwoch ein noch im Aufbau befindliches Drogenlabor ausgehoben und große Mengen an Betäubungsmitteln beschlagnahmt. Bei fünf Durchsuchungsmaßnahmen in den Landkreisen Karlsruhe, Regensburg und Germersheim stellten die Beamten neben circa 5500 Ecstasy-Tabletten, 1,2 Kilogramm MDMA, 200 Gramm Amphetamin, 460 LSD-Trips und 44 Gramm Marihuana zusätzlich über 30 Kilogramm Stoffe und Synthesechemikalien sicher, die zur Herstellung von circa 18 Kilogramm Amphetamin ausgereicht hätten. Außerdem wurden illegale Dopingmittel und verschreibungspflichtige Medikamente aufgefunden.

 

So kamen die Drogenfahnder den Verdächtigen auf die Spur

Stoffe zum Mischen von Amphetaminen und anderen Partydrogen auch im Landkreis Karlsruhe gefunden. Foto: LKA

Stoffe zum Mischen von Amphetaminen und anderen Partydrogen auch im Landkreis Karlsruhe gefunden. Foto: LKA

Anlass der Ermittlungen war die Sicherstellung zweier Postsendungen aus China mit zweieinhalb Kilogramm sogenanntem „MAPA“. Hierbei handelt es sich um einen Stoff zur Amphetaminherstellung. Die sich daran  anschließenden umfangreichen Ermittlungen der GER Stuttgart und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe ergaben, dass einer der beiden mutmaßlichen Paketempfänger mehrfach Postsendungen mit 

Chemikalien und Laborgerätschaften erhalten hatte. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass zwei Tatverdächtige über einen illegalen Online-Shop Drogen und verschreibungspflichtige Medikamente zum Verkauf angeboten und in das In- und Ausland versandt haben.

Fahnder wollen noch an Hintermänner und Dealer ran

Das Amtsgericht Karlsruhe erließ Haftbefehl gegen drei tatverdächtige Männer. Zwei Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft, ein Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen, insbesondere zu Herkunft und Verkaufswegen der Betäubungsmittel, dauern an.