Heute startet Prozess gegen mutmaßliches PKK-Mitglied aus Bruchsal

Bruchsal (dpa/lk/mt) - Ein 37-jähriger Türke aus Bruchsal muss sich ab heute wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Neun Monate nachdem die Generalstaatsanwaltschaft Anklage erhoben hat, gab das Gericht dieser statt.

Foto: Symbolbild/Fotolia

Karten zu PKK-Veranstaltungen organisiert

Der Angeklagte soll von spätestens Oktober 2016 bis Januar 2018 als sogenannter Raumverantwortlicher der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK für die Stadt Bruchsal und Umgebung zuständig gewesen sein, wie das Gericht mitteilte. Dort habe er vor allem den Verkauf von Eintrittskarten und Bustickets für Fahrten zu Kundgebungen, Demonstrationen oder Festivals der PKK organisiert. Der 37-Jährige ist derzeit auf freiem Fuß.

PKK ist in Deutschland verboten

Die "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) ist in Deutschland seit 1993 verboten. Viele ihrer Symbole und Zeichen sind bei Demonstrationen nicht erlaubt, das Zeigen ist strafbar. In Deutschland hat die PKK nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 14 500 Anhänger.


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