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Gulaschsuppe, Tee und ein Gespräch für Bedürftige auf den Straßen in Karlsruhe

Karlsruhe (cmk) Die Vorweihnachtszeit steht für die meisten Menschen für Besinnlichkeit, Zeit mit der Familie und Glückseligkeit. Doch viele Menschen haben nicht das Glück, das Fest der Liebe mit der Familie zu Hause verbringen zu können – so zum Beispiel auch Obdachlose. Doch es gibt Menschen in unserer Region, die sich genau diesen Menschen annehmen und helfen wollen.

Jeder kann helfen

So auch der DRK Ortsverein Malsch mit Ulrich Masino, die eine tolle Obdachlosen-Hilfsaktion starten.  Sie versorgen die Menschen auf der Straße mit warmem Essen, Tee und Hygieneartikeln, sowie warmer Kleidung – das ist vor allem durch die Unterstützung von Sponsoren möglich. So hat sich in diesem Jahr auch Silke Krug dazu entschieden, die Hilfsaktion finanziell zu unterstützen. „Ich habe Herrn Masino durch Zufall kennengelernt und war gleich von seiner Aktion begeistert. Das Projekt von Herrn Masino liegt mir besonders am Herzen, da viele der Menschen unverschuldet in diese missliche Lage geraten sind und keiner sollte in der Kälte ohne Schutz und Nahrung schlafen müssen“, so Silke Krug. Gleichzeitig stellt sie klar, dass jeder Mensch helfen kann. Oftmals sind es die kleinen Dinge. „Ausrangierte warme Kleidung wie Pullis oder Jacken nicht einfach in den Container werfen, sondern an einer Sammelstellen abgeben. Auch Geldspenden werden immer benötigt. Oder einfach durch die Bereitschaft ehrenamtlich tätig zu werden“, fügt sie hinzu. Meist reiche schon ein einfaches Gespräch, um den Obdachlosen etwas Wertschätzung entgegen zu bringen.

Tour durch die Nacht

Starten wird die Aktion am 20. Dezember in der Küche des DRK. Dort wird Gulaschsuppe und Tee gekocht, bevor es um 24 Uhr dann richtig losgeht. Die Tour startet in Karlsruhe am Polizeirevier Marktplatz, weiter geht es dann in Richtung Karlsruher Hauptbahnhof. Über den Durlacher Bahnhof, die Günther-Klotz-Anlage und weitere Stationen zieht die Hilfsaktion durch die Stadt. Enden wird die Tour erst gegen 5.00 Uhr am nächsten Morgen.

Viele Obdachlose schämen sich

Neben Essen und Trinken haben die Ehrenamtlichen auch Schlafsäcke, Isomatten, Socken und warme Wollmützen dabei, die die Obdachlosen vor allem in kalten Nächten schützen sollen. Auch Pullover, Schals, Wasser und Körperhygiene-Artikel wie zum Beispiel Zahnbürsten werden verteilt. Während der Tour achten die Helfer vor allem auf Obdachlose, die sich teilweise schämen den Kältebus oder andere Institutionen aufzusuchen. Es gibt zwar auch in Karlsruhe Obdachlosenunterkünfte, doch viele Wohnsitzlose meiden diese Einrichtungen. „Oft gibt es in den Auffangstationen kritische Situationen, da sehr viele Obdachlose stark alkoholisiert dort auftauchen, auch Konflikte und Diebstahl sind leider an der Tagesordnung. Viele Bedürftige meiden solche Plätze, da sie weder dem Alkohol zugeneigt sind noch Lust auf Konflikte haben“, erklärt Hauptsponsorin Silke Krug. „Zudem dürfen Tiere dort nicht übernachten, auch das hält viele auf der Straße“, so die Sponsorin weiter.