Erste Öffnungsschritte ab Montag - Pforzheimer Einzelhandel wappnet sich

Pforzheim/Freudenstadt (pm/lk) - Nach der Bund-Länder-Konferenz hat die Landesregierung auch für Baden-Württemberg erste Lockerungsschritte ab Montag, 8. März, angekündigt. Aktuell sieht es danach aus, dass der Einzelhandel in Pforzheim und dem Enzkreis, sowie in Freudenstadt ab Montag wieder öffnen darf.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Pforzheim hofft auf zügige Bereitstellung der Landesverordnung

"Nach den jetzt vorliegenden Informationen sind wir zuversichtlich, dass der Einzelhandel ab Montag unter Hygieneauflagen wieder öffnen darf", sagt Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch. Einen stabilen Inzidenzwert unter 50 erfüllen sowohl die Goldstadt, als auch der Enzkreis. Auch ein einmaliges Überschreiten der 50er-Inzidenzgrenze würde an den angedachten Öffnungen wohl zunächst nichts ändern. "Endgültig Klarheit werden wir allerdings erst haben, wenn die Verordnung des Landes Baden-Württemberg in unseren Händen liegt." Darauf warte die Stadt, genauso wie alle Einzelhändler und Bürger, händeringend. "Es sollte nicht wieder so sein, dass die Verordnung Sonntagabend notverkündet wird", mahnt der Pforzheimer Rathauschef.

Freudenstädter Händler atmen auf, keine Perspektive für Gastronomie

Auch der Kreis Freudenstadt hat seit Wochen eine stabile Inzidenz unter 35 und bereitet sich auf die Öffnungen im Einzelhandel vor. Seit dem 30. Januar liegt die 7-Tage-Inzidenz bereits unter 50. Auch hier wird die Verordnung des Landes zur Umsetzung sehnlichst erwartet. "Ich bin außerordentlich dankbar, dass mit der Öffnung des Einzelhandels ein Schritt in Richtung Normalität möglich ist, auch wenn ich eine landesweite Öffnung für deutlich sinnvoller erachtet hätte. Weiterhin kritisiere ich scharf, dass für Gastronomie und Hotellerie noch keinerlei Perspektiven eröffnet wurden. Nach über vier Monaten Lockdown und hervorragenden Hygienekonzepten unserer Gastronomen wird es höchste Zeit, auch in diesem Bereich wieder Normalität einziehen zu lassen," so Freudenstadts Landrat Klaus Michael Rückert.

IHK fordert einheitliche Öffnung in der Region Nordschwarzwald

Die IHK Nordschwarzwald kritisiert hingegen die unterschiedlichen Öffnungen des Einzelhandels und befürchten eine Wettbewerbsverzerrung. Während im Stadtkreis Pforzheim mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 40,5, dem Enzkreis mit 31,6 und dem Landkreis Freudenstadt mit 31,3 ab Montag die Einzelhandelsgeschäfte öffnen dürfen, liegt im direkt angrenzenden Landkreis Calw die Sieben-Tage-Inzidenz bei 50,9, damit würden nur Einkäufe nach Terminvergabe in vielen Geschäften möglich sein. "Ein dadurch gesteuerter Einkaufstourismus in der Region muss unbedingt vermieden werden", so Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald. Es sei für die Eindämmung der Infektionszahlen nicht förderlich, wenn die Menschen nur wegen unterschiedlichen Öffnungen des Einzelhandels zum Beispiel von Nagold nach Freudenstadt fahren würden. Für die Händler, die wegen geringfügiger Abweichung von einem Inzidenzwert nicht öffnen dürfen, sei dies eine Katastrophe.


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