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Was ist in der Corona-Ausnahmesituation an Ostern noch erlaubt?

Karlsruhe (svs/cmk) Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits sagte: "Eine Pandemie kennt keine Feiertage". So müssen die Deutschen auch über die Osterfeiertage auf einiges verzichten. Doch was ist eigentlich noch erlaubt? Darf ich meine Familie besuchen, einen Tagesausflug unternehmen oder eine Motorradtour machen?

Symbolbild: Pixabay

Auch über Ostern muss die Verordnung zur Eindämmung von COVID-19 natürlich eingehalten werden. Denn: Eine Pandemie kennt keine Feiertage. Doch was ist eigentlich noch erlaubt?

Darf ich meine Familie besuchen?

Ja, denn für Baden-Württemberg ist Folgendes geregelt: Nach der Rechtsverordnung des Landes darf man sich mit mehr als fünf Personen aufhalten, wenn diese alle in gerader Linie - also direkt miteinander verwandt sind. Das heißt konkret: Großeltern, Eltern, Kinder und Enkel dürfen sich treffen und besuchen, aber - jetzt kommt das große ABER: Es wird von der Landesregierung ausdrücklich nicht empfohlen. Grundsätzlich sollten wir alle zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der Mitmenschen, auf den Besuch bei Oma und Opa verzichten, auch wenn es schwer fällt. Und es geht um direkte Verwandte – also wenn Sie schon mehr als 5 Personen in der Familie sind, dann muss der Schwiegersohn notfalls zu Hause bleiben, denn er gehört ja nicht zur direkten Verwandtschaft.

Was ist mit einem Tagesausflug?

Ein Ausflug in den Schwarzwald oder in die Pfälzer Weinberge ist generell erlaubt, denn es gibt bisher keine allgemeine Ausgangssperre. Innerhalb von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind Tagesausflüge daher kein Problem. Aber auch hier gelten die Regeln des Kontaktverbots. Draußen unterwegs sein dürfen wir nur allein oder mit einer Person, die nicht im selben Haushalt lebt. Dann müssen wir aber auf die 1,5 Meter Abstand achten. Mit den Angehörigen aus dem gleichen Haushalt ist auch ein Spaziergang möglich. Hier ist noch interessant: Das Auto gilt als „öffentlicher Raum.“ Dort ist es also nicht erlaubt, sich mit mehreren Personen aufzuhalten, die nicht in einem Haushalt wohnen.

Gäste/Freunde im eigenen Garten empfangen?

Ja das geht, wenn man die Personenanzahl beachtet. Denn für Baden-Württemberg ist Folgendes geregelt: Nach der Rechtsverordnung darf man sich mit bis zu fünf Personen im privaten Raum aufhalten. Mehr als fünf ist dann wieder strafbar. Allerdings sollen Kontakte, trotz allem was erlaubt ist, auf ein Minimum reduziert werden – auch wenn es schwer fällt. Zu viele Feiern mit verschiedenen Freunden sollten es auch über die Osterfeiertage nicht sein. Und wenn die Freunde dann zum Grillen kommen, sollte hier auf die Hygieneregeln und den Mindestabstand, wenn es irgendwie geht, geachtet werden. Die Pfalz hat keine spezielle Rechtsverordnung für den privaten Raum. Die einzelnen Landkreise in Baden-Württemberg und der Pfalz durften aber hier nochmals eigene Verordnungen festlegen, sprich in Herxheim ist es beispielsweise strenger, als in Stutensee. Daher am Besten, um ganz sicher zu gehen, auf der jeweiligen Internetseite Ihrer Gemeinde nochmal nachlesen, wie viele Personen denn legal zu Ihnen nach Hause kommen dürfen.

Spazieren gehen im Wald?

Ja das geht. Denn es gibt bisher keine allgemeine Ausgangssperre. Es gilt hier aber, immer die Regeln des Kontaktverbots zu beachten: Also einen Abstand zu anderen Menschen, denen man im Wald begegnet, einzuhalten und entweder nur mit einer zweiten Person oder der Familie, mit der man unter einem Dach lebt, unterwegs zu sein. Und Platz ist ja eigentlich genug, denn allein in Baden-Württemberg gibt es 1,4 Millionen Hektar Wald und 85.000 Kilometer Waldwege.

Mit meinen Kindern Fahrradfahren gehen?

Das geht völlig problemlos. Mama, Papa und Kinder dürfen generell zusammen raus, also auch eine Radtour machen. Nur wenn sie dann irgendwo ein Päuschen einlegen sind wieder die Abstandsregeln wichtig. Also sollten Sie auf einer Wiese oder an einem Waldweg Rast machen und da ist schon eine andere Familie, dann immer an die 1,5 Meter Abstand denken. Ansonsten steht einer Radtour mit den Kindern nichts im Weg.

Motorradfahren?

Private Motorradausflüge sind in Baden-Württemberg nach wie vor erlaubt. Man darf auch einen Beifahrer oder eine Beifahrerin mitnehmen. Aber man muss sich gerade beim Motorradfahren vor Augen halten: Jede Ausfahrt birgt ein Risiko für Pannen und Unfälle. Wer die Maschine stehen lässt, vermeidet im Ernstfall unnötige Gefahren für Pannenhelfer und Einsatzkräfte. Wir sollten momentan Unfälle vermeiden, sprich kein Risiko eingehen. Denn: Jeder Unfall, der passieren könnte, blockiert Kapazitäten, die gerade anderswo gebraucht würden. Rettungswagen müssten ausrücken und Krankenhauspersonal wird beansprucht. Daher rät der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC) allen Motorradfahrern zuhause zu bleiben.