Ab Dienstag "Notbremse" in der Stadt Karlsruhe und dem Enzkreis

Karlsruhe (pm/ass) - Sowohl im Stadtkreis Karlsruhe als auch im Enzkreis beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz seit drei Tagen in Folge mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Das teilten der Stadtkreis Karlsruhe sowie der Enzkreis in einer Allgemeinverfügung mit. Das bedeutet, dass ab Dienstag, den 6. April, die verschärften Regelungen wieder im Stadtkreis Karlsruhe und im Enzkreis gelten.

Symbolbild: Adobe Stock

Nach Landkreis folgt nun auch die Notbremse in der Karlsruher Stadt

Der Landkreis Karlsruhe hat bereits seit dem 23. März die Notbremse angezogen. Im Stadtkreis Karlsruhe durften die verschärften Regelungen aufgrund geringerer Inzidenzwerte unter 100 für ein paar Tage zurückgenommen werden. Nun sind die Zahlen allerdings auch wieder in der Stadt gestiegen. In nur einem Monat hat sich die 7-Tage-Inzidenz in der Karlsruher Stadt von 53,2 am 3. März auf 109,9 an Karfreitag mehr als verdoppelt und befindet sich nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder im Anstieg. Im Karlsruher Landkreis hat sich die 7-Tage-Inzidenz von 54,1 am 3. März auf 144,7 an Karfreitag fast verdreifacht.

Auch Enzkreis verschärft Regeln

Auch im Enzkreis wird die "Corona-Notbremse" ab kommendem Dienstag gezogen. Die neue Verordnung gilt jedoch nicht im Stadtgebiet Pforzheim. Denn die Inzidenz der Stadt lag am Gründonnerstag bei genau 100 und am Karfreitag mit 96,1 unter 100. So muss hier keine Notbremse durchgeführt werden.

Was ändert sich jetzt?

Aufgrund der hohen Corona-Zahlen gelten ab Dienstag im Stadtkreis Karlsruhe sowie im Landkreis Enzkreis wieder diese verschärften Maßnahmen, wie aus den Allgemeinverfügungen vom 2. April zu entnehmen ist:

  • Der Einzelhandel darf kein „Click&Meet“ mehr anbieten, „Click&Collect“ bleibt möglich.
  • Körpernahe Dienstleistungen müssen wieder schließen. Friseurbetriebe dürfen geöffnet bleiben, aber müssen ausschließlich Friseurdienstleistungen anbieten.
  • Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten müssen für den Publikumsverkehr schließen.
  • Individualsport auf weitläufigen Anlagen wie zum Beispiel Golf sind erlaubt, schließen müssen Außen- und Innensportanlagen für den Freizeit- und Amateursport.
  • Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen müssen zu Onlineunterricht zurückkehren.
  • Die Regelungen für private Treffen ändern sich durch das Inkrafttreten der „Corona-Notbremse“ nicht. Möglich bleiben weiterhin Treffen im privaten und öffentlichen Raum von zwei Haushalten mit insgesamt maximal fünf Personen. Kinder der beiden Haushalte bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Größere Haushalte dürfen sich mit einer weiteren nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen.
  • Eine nächtliche Ausgangssperre gibt es erstmal nicht.

Was passiert, wenn die Zahlen weiterhin steigen?

Sollten die Corona-Zahlen weiterhin so stark steigen, können auch weitere Verschärfungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört insbesondere eine nächtliche Ausgangssperre. Stadt und Landkreis sind hierzu in enger Abstimmung und werden abhängig vom Infektionsgeschehen auch über das Wochenende das weitere Vorgehen beraten.

 

 


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