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Schlosslichtspiele in Karlsruhe in diesem Jahr digital

Karlsruhe (pm/dpa/lk) - Corona hat auch die beliebten Karlsruher Schlossslichtspiele getroffen. In diesem Jahr gibt es erstmals eine digitale Version für die Besucher zu Hause an den Endgeräten. Die Show läuft vom 05. August bis zum 13. September jeden Abend um 20:15 Uhr und die Zuschauer können am Bildschirm verschiedene Perspektiven einnehmen. 2021 sollen die Schlosslichtspiele wieder in der gewohnten Form mit Projektion und Zuschauern direkt vor dem Schloss präsentiert werden.

Foto: dnw/Julian Linder

Digitaler Nachbau des Schlosses

Statt Live-Projektionen auf der Karlsruher Schlossfassade mit insgesamt rund 1,7 Millionen Zuschauern in den vergangenen fünf Jahren, gibt es in diesem Jahr eine virtuelle Corona-Version. Mit über 76.000 Einzelfotos haben die Macher der Schlosslichtspiele virtuelle 3D-Projektionen in hochauflösender Qualität geschaffen. So konnten Schloss und Schlossplatz digital nachgebaut werden und dienen jetzt als neue Projektionsfläche für die farbenfrohen Shows. Insgesamt ermöglichen 22,5 Stunden Drohnenaufnahmen und 10,5 Stunden hochauflösende Videoaufnahmen den Zuschauern den Blick aus verschiedenen Perspektiven, um auch weiterhin das Live-Erlebnis zu Hause spüren zu können.

Empfangbar auf allen Endgeräten

Für das weltweit erste "Web Projection Mapping", wie sich diese Übertragungsform nennt, wurden zwei völlig neue Shows geschaffen. Zusätzlich wird eine Auswahl der besten bisherigen Fassadenprojektionen gezeigt. Thematisch setzen sich die Projektionen in diesem Jahr unter anderem mit dem GreenDeal und einem vereinten Europa auseinander. Gezeigt werden die virtuellen Schlosslichtspiele vom 05. August bis zum 13. September jeden Abend um 20:15 Uhr. Empfangbar sind sie über alle digitalen Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder Computer verbunden mit dem Bildschirm im heimischen Wohnzimmer. Auf dem Schlossplatz findet keine Veranstaltung statt.

Größere Reichweite durch Online-Übertragung

Das Zentrum für Kunst und Medien rechnet mit bis zu 100.000 virtuellen Zuschauern aus der ganzen Welt und hofft auf einen positiven Werbeeffekt für die kommenden Schlosslichtspiele in der Realität. Peter Weibel, Vorstand des ZKM und Kurator der Schlosslichtspiele sagt: "Die Schlosslichtspiele zeichnen sich in diesem Jahr aufgrund des Corona-Virus gleich mehrfach durch ein Novum aus. Erstens finden sie nur virtuell statt, da Massenveranstaltungen im realen Raum gesundheitsgefährdend sind. Zugleich haben wir aber so die Möglichkeit, eine viel größere Reichweite durch ein nicht-lokales Massenpublikum im Online-Universum zu erreichen." 2021 sollen die Schlosslichtspiele aber wieder in gewohnter Form mit Projektion und Zuschauern direkt vor dem Schloss präsentiert werden.


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