Current track
Title Artist


Masken und Abstand - neue Regeln am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Rheinmünster (dpa/lk) - Die Diskussion um den Sommerurlaub hat in den vergangenen Tagen ordentlich Schwung aufgenommen. Jetzt müssen auch die Fluggesellschaften und Flughäfen nachziehen.Passagiere müssen sich künftig auf veränderte Abläufe am Baden Airport und anderen deutschen Flughäfen einstellen.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Neue Hygieneregeln an Flughäfen

Maskenpflicht an bestimmten Punkten, entzerrte und daher langsamere Abläufe, aber vorerst keine Medizin-Checks - das sieht der Leitfaden vor, den der Branchenverband ADV am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Mit dem Maßnahmenpaket soll das Ansteckungsrisiko für die Lungenkrankheit Covid-19 bei einem Wiederanlauf des Flugverkehrs nahezu ausgeschlossen werden, hieß es.

Einheitliche Regelungen

Bislang gibt es nicht an allen deutschen Flughäfen eine einheitliche Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in den Terminals. Bislang haben das nur die Länder Berlin, Bremen, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für den gesamten Flughafen angeordnet, wie ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel einräumte. In den übrigen Ländern herrsche bislang nur ein Gebot beziehungsweise eine Tragepflicht an den Punkten Luftsicherheitskontrolle und Gepäckrückgabe. Er sei aber optimistisch, dass die anderen Länder nachziehen, sagte Beisel.

Passagieraufkommen entzerren

Der Verband empfiehlt den Flughäfen, die Passagierprozesse zu entzerren. So sollten mehr Check-In-Schalter öffnen und mehr Busse verkehren, wenn die Passagiere aufs Vorfeld gefahren werden müssten. In den Wartezonen müssten Sitzplätze gesperrt und Schlangen so organisiert werden, dass auch seitlich der Mindestabstand eingehalten werden könne. Bei Umsetzung der Vorschläge verliere die Infrastruktur 20 bis 50 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, es könnte also nur noch die Hälfte der vorherigen Passagierzahl abgefertigt werden.

Keine medizinischen Checks

Allerdings wehren sich die deutschen Flughäfen gegen Medizin-Checks beim Ein- oder Aussteigen. Wärmebildkameras oder Fiebermessungen seien nicht geeignet, Träger des Coronavirus zu identifizieren, heißt es unter Berufung auf Fachuntersuchungen. Sollten Checks behördlich angeordnet werden, würden die Flughäfen Fragebögen bevorzugen, die von den Passagieren auszufüllen wären.