Lichtblick auf den Intensivstationen im Städtischen Klinikum

Karlsruhe (mt) - Auch diese Woche fallen die Inzidenzen in der Region. Diese Tendenz spürt auch langsam das Städtische Klinikum in Karlsruhe. Die Lage auf der Normalstation ist wieder entspannter. Anders ist das hingegen noch auf der Intensivstation.

Foto: dnw

Intensivbetten diese Woche überfüllt

"Nach einer Woche verschlechtert sich die Krankheit und die Patienten kommen stationär. Wir merken die Entspannung noch nicht auf den Intensivstationen, die uns natürlich personell besonders belasten. Wir haben eine Intensivstation mit 14 Betten für Covid-Patienten. Die war diese Woche noch gut gefüllt, vorgestern sogar Mal überfüllt. Wir haben dann im Cluster in andere Kliniken verlegen können, das war gut. Aber auch da sind die Prognosen, dass die Belastung mit Intensivpatienten in den nächsten ein bis zwei Wochen abnehmen wird", erklärt Martin Bentz, der Klinikdirektor der Medizinischen Klinik III am Städtischen Klinikum. 

Besucher wieder erlaubt 

Deswegen befindet sich das Städtische Klinikum immer noch in der Pandemiestufe drei. Dennoch können Besucher endlich wieder ihre Angehörigen auf den Stationen besuchen. Das gilt auch für die ViDia- und die St. Vincentius-Kliniken. Zumindest teilweise, denn Bereiche in denen besonders abwehrgeschwächte Patienten liegen, sind von der Regelung ausgenommen. Das betrifft zum  Beispiel Stationen, auf denen Stammzellentransplantationen durchgeführt oder akute Leukämie behandelt werden und auf denen die nierentransplantierten Patienten liegen. Auf den restlichen Stationen dürfen die Patienten pro Tag von einer Person besucht werden. Der Besucher muss entweder negativ getestet, genesen oder vollständig geimpft sein. Die Öffnung für Besucher ist wichtig, erläutert der Klinikdirektor: "Viele Patienten liegen auch längere Zeit bei uns. Gerade wenn ich an die Tumorpatienten denke oder an ältere Patienten. Die vermissen die Zuwendung durch ihre Angehörigen. Der Kontakt wird über Telefonate oder teilweise über Videotelefonie irgendwie gehalten, aber es ist natürlich anders, wenn ich meinen Liebsten oder meine Verwandten persönlich sehen kann." 

"Es ist ein bisschen mutig, jetzt den Schritt zu gehen."

Nicht nur bei den Besuchen im Städtischen Klinikum, auch in der Region kann wieder gelockert werden. Das betrifft Baden-Baden, den Kreis Rastatt, den Stadt- und Landkreis Karlsruhe, Freudenstadt und voraussichtlich den Kreis Calw. Dort fallen bis Sonntag die Ausgangssperren weg. Außerdem sind Treffen bis fünf Personen aus zwei Haushalten wieder erlaubt und  Restaurants und Cafés dürfen mit Vorab-Terminbuchung und Testpflicht aufmachen. Bentz hat keine Angst davor, dass die Inzidenzen nach der Öffnung wieder unkontrolliert steigen werden: "Es gab Situationen, da haben wir klar gesagt: 'Diese Öffnungsschritte sind jetzt zu früh', oder 'Man müsste schließen.' Das sehe ich persönlich jetzt in der Phase der Pandemie ein bisschen anders. Es ist ein bisschen mutig, den Schritt zu gehen. Aber es ist auch nötig, es zu versuchen." In den Augen des Klinikdirektors sei es für die Menschen außerdem wichtig, wieder ein Stück weiter in die Normalität reinkommen zu können. "Wir haben ein sehr enges Monitoring und wenn sich die Dinge wieder verschlechtern, können wir den Schalter umlegen. Aber wir hoffen alle, dass das nicht passieren wird", so der Mediziner. 


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