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KSC-Fans in Corona-Krise mit starker Aktion

Karlsruhe (jl) „Wir wollten damit bewirken, dass in der Öffentlichkeit ganz einfach wahrgenommen wird, dass Solidarität in dieser besonderen Zeit einfach über allem steht. Dass wir nur gemeinsam das Virus bekämpfen können. Wir wollten damit bewirken, dass denjenigen Respekt und Dank gezollt wird, die gerade alles erdenkliche tun, um die Situation im Rahmen zu halten“, erklärt der 1. Vorsitzende der Supporters Karlsruhe e.V. Marco Fuchs der neuen welle. Was ist passiert?

Foto: Gegengerade Karlsruhe

KSC Fans hängen Banner auf

In der Nacht von Freitag auf Samstag haben KSC Fans Banner in der Stadt aufgehängt. Diese sind beschriftet mit Sätzen, die Mut machen sollen und die „Danke“ sagen. Danke an all diejenigen, die alles gegen die Verbreitung des Virus tun. „Die Idee kam von verschiedenen Fans aus der Gegengerade Karlsruhe. Es ist keine Aktion einer einzelnen Gruppe oder eines einzelnen Fanclubs. Die Gegengerade Karlsruhe steht gemeinsam zusammen, um Solidarität zu zeigen und das war den engagierten Fans eben besonders wichtig, um Respekt und Danke an diejenigen zu sagen, die in dieser Situation Außergewöhnliches leisten müssen“, so Fuchs über die Motivation der Fans.

Karlsruhe hält Abstand – und steht doch gemeinsam zusammen!

Die Banner wurden im ganzen Stadtgebiet Karlsruhe aufgehängt. Sie hängen an Brücken, an Supermärkten, an Kliniken und Seniorenheimen – überall dort, wo viele Menschen arbeiten, die das tägliche Leben noch am Laufen halten. So hängt zum Beispiel am Klinikum ein Banner mit folgendem Schriftzug: „Oft nicht gesehen und wertgeschätzt. Doch eure Arbeit verdient Respekt – DANKE!“. Auch am Kronenplatz wurde direkt an die Brücke ein großes Banner gehisst – „SOLIDARITÄT IST UNSERE WAFFE – GEMEINSAM GEGEN DEN VIRUS!“.

Nur Gemeinsam gegen das Virus

Viele hatten den Ernst der Lage noch nicht erkannt und sich trotzdem noch außerhalb der Wohnung getroffen. Daher haben viele Kommunen nun die Regeln nochmal verschärft – und es droht sogar eine Ausgangssperre für alle. Auch ein Grund der KSC-Fans für diese Aktion: „Wir wollen erreichen, dass die Leute nochmal in sich gehen und verstehen, dass wir halt nur gemeinsam erreichen können, dass dieses Virus eingedämmt wird. Bedeutet nicht gemeinsam alle zusammen an einem Tisch, sondern dass jeder das tut was er jetzt tun soll – Abstand halten – zuhause bleiben – solidarisch sein mit allen, mit den Schwachen und den Alten, die eben sehr anfällig sind für dieses Virus und dann schaffen wir das gemeinsam über diese Zeit“, appelliert Fuchs an alle Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Aktionen sind geplant

Wer jetzt denkt, das bleibt eine einmalige Sache, der hat falsch gedacht. Die Gegengerade Karlsruhe plant weitere Aktionen und die Fans wollen sich weiter einbringen, um den Mitmenschen zu helfen. Die Ideen sprudeln erklärt Fuchs: „Wir sind dabei viele Dinge abzustimmen. Spruchreif sind diese Sachen noch nicht. Wenn es Ausgangsbeschränkungen geben sollte, dann müssen wir Abstimmungen mit den Behörden vornehmen. Es ist sicherlich denkbar noch in Richtung Nachbarschaftshilfe etwas zu tun. Die Fußball Fans in Karlsruhe, die „Gegengerade Karlsruhe“ sind besonders kreativ, was solche Ideen und soziales Engagement betrifft. Je nachdem wie sich die Situation entwickelt in den nächsten Tagen, wird man nochmal von der Gegengerade Karlsruhe hören.“ Das dürfte doch allen Menschen in Karlsruhe weiter Mut machen!

Fotos: Gegengerade Karlsruhe