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Intensivierung der Corona-Tests in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Stuttgart (pm/ass) Die Corona-Testkapazität hat sich in den letzten Wochen vervierfacht. Kranke und pflegebedrüftige Menschen sind besonders gefährdet. Deswegen werden Patienten und Patientinnen in Krankenhäusern, Bewohner und Bewohnerinnen in Altenhilfeeinrichtungen sowie medizinisches Personal und Pfegekräfte künftig noch stärker auf das Coronavirus getestet. "So können wir eine Infektion frühzeitig erkennen, Betroffene rechtzeitig isolieren und alle anderen schützen", sagte Gesundheitsminister Lucha.  

Symbolbild: Pixabay

50.000 Tests pro Tag in Deutschland

Welch fatale Folgen eine Infektion in einem Pflegeheim haben kann, zeige zum Beispiel der traurige Fall in Wolfsburg mit 27 Corona-Toten. Frühzeitige Tests auf das Virus seien hier ein erster und wichtiger Schritt. Das Land sei in Sachen Testung gut aufgestellt, so Minister Lucha. Rund 50.000 Testungen würden in Deutschland mit rund 82 Millionen Einwohnern täglich durchgeführt, das seien 350.000 pro Woche. Ein Vergleich dazu: In Südkorea mit etwa 51 Millionen Einwohnern würden täglich rund 12.000 Testungen durchgeführt, das sind 84.000 pro Woche. In Baden-Württemberg dagegen liegt die geschätzte Testkapazität bei 15. 000 Proben pro Tag, so Lucha. "Dies ist mehr als viermal so viel wie noch Anfang März und damit eine enorme Leistung und Maximierung des Systems“, sagte der Gesundheitsminister. Dennoch bat er um Verständnis dafür, dass nicht flächendeckend alle Menschen getestet werden können. „Wir setzen die Tests epidemiologisch so sinnvoll wie möglich ein, um die Lage möglichst gut zu kontrollieren“, betonte Lucha.

Kampf gegen Corona

Die vorrangige Testung in Kliniken und stationären Pflegeeinrichtungen sei ein weiterer Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. „Auch weiterhin arbeiten wir mit Hochdruck unter anderem daran, medizinisches und pflegerisches Personal zu gewinnen und noch mehr Schutzausrüstung zu bekommen.“ Der Minister appellierte in diesem Zusammenhang an die Verantwortung der Menschen im Land. „Ich weiß wie schwer es ist, die geliebte Oma, den geliebten Vater, die geliebte Partnerin wochenlang nicht sehen zu dürfen. Doch wir müssen konsequent bleiben und Geduld haben. Wir müssen auf Abstand gehen, unsere sozialen Kontakte aufs absolut Notwendige beschränken und auf Besuche verzichten – das ist, was jede und jeder von uns im Kampf gegen das Virus machen kann, ja machen muss“, appellierte Lucha eindringlich an die Bevölkerung.