Current track
Title Artist


Coronakrise: Bund und Länder einigen sich auf Kontaktverbot

Berlin (dpa/bo) Beim heutigen Krisengipfel haben sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder auf eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geeinigt. Außerdem sollen Restaurants und Gaststätten unverzüglich geschlossen werden.

Foto: Staatsministerium Baden-Wuerttemberg

Keine bundesweite Ausgangssperre

Nach dem heutigen Krisengipfel ist klar: In Deutschland soll es bislang noch keine bundesweite Ausgangssperre geben. Bund und Länder wollen aber eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Nach Informationen der dpa einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder heute darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Laut Statement des Staatsministeriums Baden-Württemberg gelten ab sofort, für eine Dauer von mindestens zwei Wochen, folgende Einschränkungen:

  • Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter den oben genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.
  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

Restaurants und Gaststätten müssen geschlossen werden

Außerdem sollen auch Restaurants und Gaststätten unverzüglich schließen - wo dies noch nicht der Fall ist. Das Angebot von Lieferung und Abholung von mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause, soll allerdings weiterhin erlaubt bleiben. Im Beschluss von Bund und Ländern heißt es dazu:

  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  • In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

Coronavirus-Fälle im neue welle Sendegebiet


Coronavirus-Fälle in ganz Deutschland

24.904

bestätigt

266*

wieder gesund
*Mindestwert (keine Meldepflicht)

94

Todesfälle

Stand: 23.03.2020, 7 Uhr, Quelle: Gesundheitsministerien der Länder