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Filmfans aufgepasst: Kinos stehen vor der Öffnung

Karlsruhe (lk) - Gute Nachrichten für alle Filmfans: Bald können die Kinos in Baden-Württemberg wieder öffnen. Da die Kino-Woche traditionell donnerstags beginnt, geht es voraussichtlich am 4. Juni wieder los. Allerdings werden die Details in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag entschieden. Die Karlsruher Kinobetreiber tüfteln momentan noch am Konzept für Sitzabstände, Spielplan und Ticket-Kauf. Unter anderem auch Herbert Born vom Filmtheater Schauburg in der Karlsruher Südstadt.

Foto: dnw

Kinos dürfen "nach Pfingsten" wieder öffnen

Endlich mal wieder ausgehen, mit der Liebsten oder Freunden einen Film schauen, Popcorn knabbern und in den weichen Kinosesseln einsinken - davon träumen Filmfans schon seit Wochen. Seit einigen Tagen gibt es einen Lichtblick am Himmel, denn die Kinos in Baden-Württemberg sollen wieder öffnen dürfen. Über den genauen Termin gibt es bislang aber noch keine Klarheit. Denn zunächst wurde der 04. Juni genannt. Ein Donnerstag - und die Kino-Woche hat ja bereits vor Corona traditionell immer donnerstags begonnen. Inzwischen hat sich die Politik auf "nach Pfingsten" verständigt. Kommenden Dienstag wird es dazu eine Kabinettssitzung geben, spätestens dann soll der genaue Termin festgelegt werden.

Strenge Hygiene- und Abstandsregeln

Natürlich wird es auch in den Lichtspielhäusern strenge Hygiene- und Abstandsregelungen geben, die von den Betreibern umgesetzt werden müssen. In der Schauburg in der Karlsruher Südstadt werden beispielsweise Ein- und Ausgangsbereich getrennt. Zum Haupteingang wird es per Einbahnstraßen-Regelung ins Kino hineinführen und über den Hofeingang werden die Gäste anschließend wieder hinaus geleitet. Außerdem sollen die verschiedenen Vorstellungen auseinander gezogen werden, sodass Filmbeginn und Vorführungsende sich nicht überschneiden und die Besucher nicht in Kontakt miteinander kommen. "Wir haben natürlich an unserer Kasse und an den Verkaufstheken Plastikwände eingerichtet und haben dann im Foyer alles soweit abgekordelt, dass der Abstand gewährleistet ist", sagt Schauburg Geschäftsführer Herbert Born im Interview mit der neuen welle. In den Kinosälen selbst werden immer zwei Plätze und jede zweite Reihe freigehalten.

Ticket- und Popcorn-Kauf

Wie auch schon aus dem Zoo oder den Autokinos bekannt, soll auch der Ticket- oder Snackverkauf in der Schauburg auf ein Online-System umgestellt werden. Geschäftsführer Born sagt: "Wir haben uns jetzt in der langen Schließungszeit ein neues Kassen- und Kinoverwaltungssystem angeschafft, das auch den Online-Kauf von Kinokarten bei uns möglich macht. Und wir möchten schon, dass die Gäste das auch nutzen. Zusätzlich werden wir die Möglichkeit bieten, Snacks und Getränke vorab online zu bestellen und kontaktlos an einer Ausgabetheke abzuholen." Trotzdem sollen spontane Kinobesuche über eine Notkasse möglich bleiben, denn "nicht jeder ist in der Lage, sich online eine Karte zu kaufen", fügt Born an. Dort soll dann mit EC-Geräten kontaktlos bezahlt werden.

Welche Filme werden gezeigt?

Am Anfang der Öffnungszeiten wird es noch nicht viele neue Filme geben, denn die Filmverleiher halten sich momentan noch mit Filmstarts zurück. Hintergrund ist, dass die Kinoöffnungen Ländersache sind und die Filmverleiher gerne bundesweit starten würden. "So werden wir dann wahrscheinlich mit einem Best-of beginnen. Wir werden eine kleine Repertoire-Reihe von älteren aber guten Filmen machen. Es sind aber auch einige kleinere Neustarts geplant", so Born weiter.

Open Air Kino am Schloss Gottesaue

Momentan hofft Schauburg Geschäftsführer Herbert Born, dass auch die Open-Air Kino-Nächte am Schloss Gottesaue durchgeführt werden können. Bislang wurde die Veranstaltung noch nicht endgültig abgesagt. Sollte das Open-Air-Kino stattfinden können, dann natürlich auch hier mit einem anderen Konzept und unter anderen Bedingungen, als es in der Vergangenheit der Fall war. "Wir haben einen neuen Plan und ein Durchführungskonzept ausgearbeitet. Das stimmen wir gerade mit dem Eigentümer des Platzes am Schloss Gottesaue und den Ordnungs- und Veranstaltungsbehörden der Stadt Karlsruhe ab", so Born. Derzeit hänge aber alles noch in der Schwebe und es könne sich jederzeit etwas ändern.