So hält sich ein Karlsruher Veranstaltungstechnik-Betrieb während Corona über Wasser

Karlsruhe (cmk) Gerd Gruss aus Karlsruhe ist eine absolute Koryphäe in der Branche der Veranstaltungstechnik. Er ist der Geschäftsführer von Rock Shop und Crystal Sound und hat schon die Konzerte der größten Stars mit einem passenden Ton ausgestattet. Doch auch ihn traf die Corona-Krise hart. Die Maßnahmen gleichen einem Berufsverbot für die gesamte Branche. Doch das wollte Gruss nach über 40 Jahren Erfahrung so nicht hinnehmen, die Betriebe wurden kreativ.

Foto: Paul Gärtner

Erste Idee war ein Autokino 

Seit einigen Wochen sorgt Gerd Gruss mit seinen Betrieben für Unterhaltung in der sonst eher tristen Corona-Zeit. Er ist mit verantwortlich für die Drive-In Kulturbühne an der Messe Karlsruhe in Rheinstetten, die schon Stars wie Beatrice Egli, Fritz Kalkbrenner und bald auch Culcha Candela in die Region lockt. „Ich war vor vielen Wochen eigentlich auf ein Autokino aus, wie viele Kollegen in unserer Branche. Dort hat man mich erstmal weggeschickt, da der Platz vermietet schien. Sehr viel später hieß es dann, wir könnten dort doch ein Autokino realisieren“, erzählt Gruss. Da es zu diesem Zeitpunkt aber schon zwei Autokinos in der Umgebung gab, entschied sich der Geschäftsführer von Crystal Sound und dem Rock Shop gegen das Projekt.

Foto: Sara Djavadi

24 Meter hohe Bühne

Doch kurz darauf kam dann die zündende Idee, wie Gruss in der Martin Wacker Show erzählte: „Wir wollten da eine richtig große und schöne Bühne hinstellen, die jetzt so hoch wie die dm-Arena ist. Die Größe hilft zum einen, um die Hygienevorschriften einzuhalten und zum anderen, um die Künstler dort unterzubringen. Es ist wie bei einem richtigen Open-Air-Festival, richtig viel Technik und Licht drin. Das läuft über eine UKW-Frequenz aber wir können Öffnungsszenarien abbilden, sodass wir jetzt schon direkt vor der Bühne Leute sitzen haben mit einer ganz normalen Beschallung.“

Lodges sorgen für Festival-Flair

In den sogenannten Lodges können die Menschen bereits jetzt wieder richtige Open-Air-Festival-Luft schnuppern. Im Freien kann dort auf Holzstühlen das Programm genossen werden, Getränke dürfen selbst mitgebracht werden. „Am ersten Abend hat es sich dadurch sogar ein bisschen normal angefühlt“, so Gruss. Doch natürlich müssen auch dort die Hygieneregeln eingehalten werden. „Die Leute kommen mit dem Auto und stellen es auf dem wirklich großen Platz ab und laufen dann mit Mundschutz zu ihrer Lodge. Natürlich müssen sie dabei Abstand zu den anderen Besuchern halten.“ Je nach Verordnung kann der Lodges-Bereich ausgeweitet werden, sodass dann vielleicht irgendwann tatsächlich wieder ein kleines Open-Air-Festival daraus werden könnte.

Das Programm der Drive-In Kulturbühne an der Messe Karlsruhe wird beinahe täglich aktualisiert. Alle Infos und Tickets gibt es hier.

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Foto: Sara Djavadi


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