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Mit 3D-Druckern: Karlsruher Bodenleger stellt Gesichtsschutzmasken für Ärzte her

Karlsruhe (cmk) Not macht erfinderisch – das zählt aktuell mehr denn je. Viele Initiativen und Privatleute werden kreativ, um in der Corona-Ausnahmesituation zu helfen. So auch Thorsten Kiss aus Karlsruhe-Durlach. Er ist eigentlich selbstständiger Bodenleger, nun druckt er (nichtmedizinische) Gesichtsschutzmasken.

Der engagierte Karlsruher Thorsten Kiss.

Gesichtsschutzmasken aus dem 3D-Drucker

Vielerorts wird derzeit genäht und gebastelt was das Zeug hält, um Menschen und Organisationen in der Not zu helfen. In Karlsruhe-Durlach wird seit einiger Zeit 3D-gedruckt. Thorsten Kiss ist selbstständiger Bodenleger, hat sich die 3D-Drucker eigentlich für seinen Hauptjob angeschafft und stellt damit nun Gesichtsschutzmasken her. Im Interview mit der neuen welle erzählt er: „Das war eigentlich nur ein Hobby von mir. Ich wollte für mein Geschäft einfach ein paar Sachen drucken, die mir helfen im Job.“ Doch dann kam Corona. Daher habe es sich einfach angeboten, mitzuhelfen. Er ist Teil der Facebook-Gruppe ‚3D Druck für die Kriesenbewältigung‘. „Wir geben das an Ärzte, Schwestern und Krankenhäuser raus, damit sie sich einfach schützen können beziehungsweise sie damit auch die Patienten schützen“, so Kiss weiter.

Keine medizinischen Produkte

Mit seinen fünf 3D-Druckern schafft er innerhalb von zwei Stunden etwa sieben Ringe, an die vorne das Schild und hinten ein Gummiband angebracht werden. Die Masken sind dabei ausdrücklich keine medizinischen Produkte, man kann sie quasi als zusätzlichen Schutz sehen. „Die Nachfrage ist so groß, dass ich kaum hinterher komme. Ich habe jeden Tag Anfragen, manchmal ein bisschen mehr und manchmal ein bisschen weniger. Ich habe mich jetzt auch mit dem ‚FabLab Karlsruhe‘ verbunden, die auch eine große 3D-Druck-Community haben. Damit beliefern wir dann auch das Krankenhaus in Karlsruhe in der nächsten Zeit.“

Die Praxis Dr.Klug/Dr. Thiel ist bereits ausgerüstet.

Informationen und Bestellungen

Die Gesichtsschutzmasken aus dem 3D-Drucker werden zum Selbstkostenpreis angeboten, das heißt für 5 Euro. Wer Bedarf hat oder sich für das Engagement interessiert findet alle Informationen auf der Facebook-Gruppen Seite und auf der Homepage. Anfragen können auch direkt per E-Mail an Thorsten Kiss gestellt werden.