Große Nachfrage nach FFP2-Masken - begrenzte Anzahl in Apotheken

Karlsruhe (dpa/lk) - Zum Auftakt der Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken an Menschen aus Corona-Risikogruppen war der Andrang am Dienstag in vielen Apotheken in der Region groß. "Ein Patientenplus von 100 Prozent oder mehr war bis zum Mittag durchaus die Regel", sagte Reiner Kern vom Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Doch die vorrätige Menge in den Apotheken berechnet sich aus den rezeptpflichtigen Medikamenten der letzten drei Monate und ist somit begrenzt.

Foto: Symbolbild/Matton Images

Große Nachfrage bereits am Dienstag

Die meisten Apotheken hätten es geschafft, sich rechtzeitig Masken zu besorgen. "Bei vielen waren aber bis mittags die bereits beschafften Kontingente auch schon vergriffen", so Kern. Aufgrund des erwartet hohen Andrangs hatten viele Apotheken zusätzliche Ausgabeplätze eingerichtet und sich personell verstärkt. Nach ersten Informationen der ABDA konnten Apotheken mit besonders großen Masken-Vorräten am Dienstag bereits gut ein Drittel der anspruchsberechtigten Stammkunden versorgen. "Das würde bedeuten, dass man den wesentlichen Teil der Risikopatienten noch vor Weihnachten weitgehend schafft", sagte Kern.

Karlsruher Apotheker: begrenzte Maskenzahl

Die kostenlosen Masken werden zwar von der Bundesregierung finanziert, allerdings müssen die Apotheker sich selbst um die Beschaffung kümmern. Henrik Rohde ist Apotheker in Karlsruhe und erklärt im Interview mit der neuen welle: "Wir bekommen über einen Fonds Geld ausbezahlt, um die Masken auszugeben. Die Masken selbst stammen aus unserem eigenen Bestand, die wir schon im Vorfeld besorgt haben." Allerdings sei die Anzahl der Masken begrenzt, so Rohde weiter: "Wir können nicht unbegrenzt Masken an die Bevölkerung rausgeben. Und wir können auch nur schwer vorhersehen, wie viele Leute bei uns Masken abholen möchten. Darum geben die meisten Apotheken die Masken erstmal an die Stammkunden aus. Und was dann noch übrig bleibt, kann an die anderen verteilt werden."

Menge bezieht sich auf rezeptpflichtige Medikamente

Die Menge, die die Apotheken bekommen, berechnet sich nach der Anzahl der rezeptpflichtigen Medikamente der letzten drei Monate. Also je mehr rezeptpflichtige Medikamente in den vergangenen drei Monaten ausgegeben wurden, desto höher ist auch die Menge der Masken, die ausgegeben werden können. Allerdings war wegen Corona in den letzten drei Monaten eher weniger los. "Ab Januar, Februar wird das dann wohl ein bisschen umgeplant. Ab dann sollen die Bezugsberechtigten einen Gutschein bekommen und als Gegenwert dafür dann die Masken. Das ist ein deutlich faireres System, bei dem die Apotheken auch wirklich Jeden versorgen können, der rein kommt. Dann sollen wir auch Masken aus dem Bundesverband zum Ausgeben bekommen", so Apotheker Rohde weiter.

Ältere, Vorerkrankte und Risikopatienten

Das Bundesgesundheitsministerium geht deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus. Das betrifft den Angaben nach etwa Menschen, die älter als 60 Jahre sind sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Dazu gehören zum Beispiel Frauen mit Risikoschwangerschaften, Menschen mit schweren Lungenerkrankungen oder auch Demenzkranke. Im ersten Schritt sollen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist Zeit bis zum 06. Januar. Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 01. Januar weitere zwölf Masken erhalten. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz.


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