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Sicher in die Motorradsaison starten – Mit diesen Tipps vom Experten

Region (cmk) Viele Biker haben bereits die ersten Touren geplant, oder sogar schon hinter sich. Die Motorradsaison startete auch in diesem Jahr pünktlich mit den ersten sonnigen Frühlingstagen. Leider gab es schon jetzt wieder viele - zum Teil tödliche - Unfälle in Baden-Württemberg. Daher hat sich die neue welle nun Tipps vom Experten geholt.

Symbolbild: Pixabay

Tipps vom Experten

Mit den ersten frühlingshaften Tagen startet traditionell die Motorradsaison in der Region. Doch bereits nach wenigen Tagen verzeichnete die Polizei wieder mehrere Unfälle, die zum Teil tödlich endeten. Alleine im Jahr 2018 gab es im Zuständigkeitsbereich der Polizei Karlsruhe 560 Verkehrsunfälle mit Motorrädern, dabei wurden 490 Biker verletzt und zehn davon starben. Laut entsprechender Unfallstatistik waren die Motorradfahrer selbst in weniger als der Hälfte der Fälle (267) die Unfallverursacher. Doch was können Motorradfahrer – und Autofahrer – beachten, damit das Unfallrisiko sinkt? Bei der neuen welle gibt Eddi Rößler, Fahrlehrer der Fahrschule Rößler in Karlsruhe-Durlach, Tipps für den Start in die Motorradsaison.

Motorradfahrern rät der Fahrlehrer…

  • sich zu Beginn der Saison Zeit zu nehmen.
  • nicht direkt Vollgas geben, wie am Ende der vergangenen Saison. Oftmals hatten die Biker drei Monate Pause und müssen sich erst wieder an das Fahren gewöhnen.
  • anstatt direkt eine große Schwarzwald-Tour zu fahren, sollten Motorradfahrer erst einmal eine kleinere Runde zur Eingewöhnung fahren
  • das Tragen von gelben Westen kann dafür sorgen, dass man als Biker von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird.

Tipp: Nach einer längeren Pause (mehrere Jahre) sollten nochmal ein oder zwei Fahrstunden absolviert werden. Das kostet zwar Geld, ist dann aber der sicherere Weg, um wieder aufs Motorrad zu steigen. 

Autofahrern rät Eddi Rößler…

  • vor allem zu Beginn der Saison besonders aufmerksam zu sein. Auch als Autofahrer ist man nicht mehr daran gewöhnt, dass wieder vermehrt Motorräder unterwegs sind – womöglich auch in Gruppen.
  • unbedingt auf den Schulterblick wegen des toten Winkels zu achten. Dieser wird von vielen Autofahrern vernachlässigt und kann schon beim Spurwechsel zu einem schweren Unfall führen.
  • den Verkehr genau zu beobachten. Motorräder sind schmäler und kleiner als Autos und dabei auch oftmals schneller unterwegs. Dadurch kann ein Biker leichter übersehen werden, als andere Verkehrsteilnehmer.

Sorgenkind Schwarzwaldhochstraße

Sehr beliebt sind für Motorradfahrer in der Region die Touren über die Schwarzwaldhochstraße. Doch dabei ist besondere Vorsicht geboten. Durch die vielen Kurven, die für manche Biker den Fahrspaß ausmachen, kann es schnell gefährlich werden. Hinzu kommt, dass die Straße durch das hohe Verkehrsaufkommen in die Jahre gekommen ist und einige Stellen bereits geflickt wurden, dadurch gibt es viele Unebenheiten. Spurrillen und andere Schäden werden dabei oftmals mit “Bitumen” bespritzt – was gefährlich für Zweiradfahrer ist. Bitumen kann bei Hitze sehr schnell schmierig werden, sodass gerade in Kurven eine erhöhte Rutschgefahr besteht.