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Bruchsal startet in den Kultursommer 2020

Bruchsal (pm/lk) - Musiker, Schauspieler, Kabarettisten und andere Künstler haben momentan durch Corona kaum Auftrittsmöglichkeiten. In Bruchsal ist jetzt die Idee entstanden, den örtlichen Kulturträgern ein Forum zu bieten. Das Konzept ist denkbar einfach: Ein Platz, viele Künstler. Der "Kultursommer im Atrium 2020" war geboren und startet bereits am Wochenende im Atrium am Fuße des Bergfrieds.

Foto: Stadt Bruchsal

Ein Platz, viele Künstler

Der Kultursommer erstreckt sich über mehrere Wochen bis Mitte August. Auch für Kinder soll es Aufführungen geben. Los geht es am Samstag, die erste Veranstaltung ist aber schon ausgebucht. "Vermutlich wird es etwa 8./9. August erstrecken. Wir werden jetzt nach und nach das Programm zusammenfügen. Die Veranstaltungen sind überwiegend an Freitagen bis Sonntagen, präsentiert in einem separaten Bereich des Atriums am Fuße des Bergfrieds in Bruchsal", sagt Thomas Adam, Leiter der Kulturabteilung der Stadt Bruchsal im Interview mit der neuen welle. Bei Regen fallen die Veranstaltungen übrigens ersatzlos aus.

Lust auf Kultur ist da

Nach so langer Zeit ohne Veranstaltungen, geht es jetzt endlich auch in Bruchsal in die Sommer-Open-Air-Saison. "Wir alle kennen die Lage der Künstler und Musiker. Durch Corona musste im ersten Halbjahr nahezu alles an größeren Veranstaltungen abgesagt werden. Und unsere Überlegung war, dass wir eine Veranstaltungsreihe ins Leben rufen, die Auftrittsmöglichkeiten für regionale Künstler bieten soll", so Adam. Das Publikum dränge inzwischen wieder auf Kulturveranstaltungen und auch die Künstler wollten endlich wieder auf der Bühne stehen.

Bewerbungen übertraf Erwartungen

Rund 80 Bewerbungen sind eingegangen. "Da ist garantiert für jeden etwas dabei", sagt Thomas Adam vom Kulturamt Bruchsal. Mit so einer Vielzahl hatte Adam gar nicht gerechnet, seine Erwartungen sind vollkommen übertroffen worden. Die große Zahl der Interessierten zeigt, wie stark der Wunsch in der Kulturszene ist, wieder vor Publikum aufzutreten. Rock- und Popbands haben sich gemeldet, klassische Ensembles und Jazzcombos, Theatergruppen, Kabarett- und Mundartkünstler. "Auch eine Theatergruppe hat sich beworben, es gibt Kabarett und eine große Bandbreite an Künstlern, ein großes Repertoire", so der Kulturabteilungsleiter.

Qual der Wahl

Da so viele Bewerbungen beim Kulturamt Bruchsal herein geflattert sind, stehen die Macher des Kultursommers 2020 jetzt natürlich vor der schwierigen Aufgabe, die passenden Künstler auszusuchen. "Wir werden aufgrund der hohen Bewerbungszahl jetzt jeden Abend zwei Bands auftreten lassen, natürlich mit einem verkürzten Programm. Einfach dass wir an bis zu zwanzig Konzertabenden so vielen Bands wie möglich die Chance geben aufzutreten", erläutert Adam.

Corona-Konzept

Die Stadt Bruchsal sorgt mit großem Aufwand für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen. Maximal dürfen 50 bis 60 Personen pro Veranstaltung ins Atrium. Die Regelungen für Familien werden entsprechend berücksichtigt. Eine Anmeldung ist vorab unbedingt erforderlich. Sitzen ist nur auf fest zugewiesenen Plätzen erlaubt und das Tragen von Mund- und Nasenschutz ist beim Kommen und Gehen sowie auf dem Weg in die Pause vorgeschrieben. Tanzen und Mitsingen ist leider nicht erlaubt. In den Pausen gibt es Bewirtung mit Getränken.

Anmeldung und Eintritt

Anmelden können Sie sich über die Homepage der Volkshochschule Bruchsal. Dort hinterlegen Sie dann auch ihre Daten, wie Name, Adresse, Telefonnummer und Mail-Anschrift, um später mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen. Der Eintritt ist in der Regel frei, aber es wird um angemessene Spenden gebeten. "Es kostet keinen Eintritt, es sind aber Spenden in einem angemessenen Maße erwünscht. Das ist uns besonders wichtig, denn die Spenden kommen ausschließlich den Künstlern zu Gute. Das werden wir an dem Abend aber auch nochmal auf der Bühne durchgeben und die Spenden einsammeln. Anschließend wird der erlös unter den beiden Bands aufgeteilt", ergänzt Thomas Adam.

Am Wochenende geht es los

Der Startschuss fällt jetzt am Wochenende. Am Samstag gibt es ein Konzert der Band Mangold aus Untergrombach und Weingarten. Das Repertoire reicht von Rockklassikern, selten gespielten Balladen bis zu aktuellen Songs. Unterstützung kommt von der Uptown Band mit groovigem Gesang, Cajon und Gitarre – feinster Akustiksound von Mumford & Sons, Amy Macdonald über Jason Mraz bis hin zu U2. Allerdings ist die Veranstaltung schon ausgebucht.

Sonntag gibt es einen Mundart-Abend mit dem Kraichgauer Trio "badisch talking". Die drei erzählen nicht von der guten alten Zeit, sondern nehmen augenzwinkernd manch moderne Strömung aufs Korn, ohne dabei den Zeigefinger zu heben. Am Sonntag um 18 Uhr im Atrium am Bergfried.