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Es darf wieder getanzt werden - Wiederöffnung der Bruchsaler Tanzschule Wipper

Bruchsal/Bretten (sd/lk) - Lange haben wir zu Hause auf der Couch gesessen, feiern und tanzen war die letzten Wochen wegen Corona einfach nicht möglich. Jetzt gibt´s aber einen Lichtblick für alle Tanzbegeisterten. Ab kommendem Montag (15. Juni) kann in den Tanzstudios der Tanzschule Wipper in Bruchsal und Bretten endlich wieder das Tanzbein geschwungen werden. Nach einem wilden Auf und Ab der Gefühle, kann Geschäftsführer Sven Wipper endlich unter Corona-Auflagen öffnen.

Foto: Symbolbild/Archiv

Schwierige Zeit mit großen Einbußen

In Deutschland gibt es rund 800 ADTV Tanzschulen, die alle durch den Corona-Ausbruch geschlossen werden mussten. Eine besonders schwere Zeit auch für Sven Wipper und seine ADTV-Tanzschule in Bruchsal und Bretten: "Das letzte viertel Jahr war natürlich hart. Da wir keine Leistungen bringen konnten, wollten wir auch die Kursgebühren von unseren Tänzern nicht einfordern. Wir hatten genau null Einnahmen." Die zunehmenden Lockerungen weckten dann zwar Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung. Diese lief dann jedoch anders wie zunächst erhofft.

Geplante Wiedereröffnung muss verschoben werden

Die Landesregierung hatte die Wiedereröffnung für Tanzschulen nach Pfingsten geplant. Mindestens 40 qm Raumfläche pro Person oder Paar wurden gefordert, außerdem mussten die Paare in direkter Linie miteinander verwandt oder zumindest Lebenspartner sein. Uneinigkeit hab es auch bei der Umsetzung der Verordnung auf kommunaler Ebene. So waren in Bruchsal 40 Quadratmeter und in Bretten 20 Quadratmeter pro Paar Voraussetzungen für Corona-freundliches Tanzen. "Mit 40 qm pro Paar brauchen wir nicht aufmachen, weil dann gehen wir pleite egal ob wir offen oder zu haben - so können wir nicht wirtschaftlich arbeiten", so Wipper.  Also musste ein neues Konzept her.

Präsident der ADTV Tanzschule kämpfte für einheitliche Regelungen

Die Zeit bis zur Wiederveröffentlichung war eine Achterbahn der Gefühle erzählt Wipper.  Schließlich schaltete sich Jürgen Ball ein, der Präsident des allgemeinen Deutschen Tanzschulen Verbandes (ADTV). "Er hat sich in Stuttgart bei der Regierung nochmal für einheitliche Regelungen stark gemacht – das war unser Startschuss für die Wiedereröffnung", so Wipper. Das Auf und Ab fand endlich ein Ende. Seit dem 06. Juni dürfen maximal 10 Einzeltänzer oder Tanzpaare gemeinsam in einem Tanzsaal sein. Für den Trainingsbetrieb muss jedoch ein Bewegungsradius von 10 qm pro Paar gewährleistet sein.

Die neue Verordnung

"Pro Paar beziehungsweise pro Person, je nachdem ob Solo-oder Gesellschaftstanz, stehen uns 10 qm zur Verfügung. Und mit diesen 10 qm müssen wir uns erstmal begnügen", so Wipper. Bis zu den Sommerferien können also erstmals nur statische Platztänze wie beispielsweise Discofox, Cha-Cha-Cha und Rumba unterrichtet werden. Der Wiener Walzer oder der Slow Foxtrott müssen noch etwas warten. Allerdings dürfen jetzt auch Paare miteinander tanzen, die nicht miteinander verwandt sind, aber schon längerfristig oder dauerhaft miteinander tanzen. Schwierig sei der Tanzbetrieb aber in der Jugendabteilung, da die Abschlussball-Schüler oft noch keine festen Partner hätten.

Mundschutz Ja oder Nein?

Zum Tanzen selbst muss kein Mundschutz getragen werden. Lediglich von der Türe bis zum Tanzparkett. Sven Wipper ist es wichtig, dass alle Tänzer wissen: "Wir haben alle Hygieneschulungen besucht und niemand soll sich in der Tanzschule unsicher fühlen. Wir nehmen die Regeln zum Schutz aller sehr ernst." Natürlich müssen auch in den Tanzschulen die namen und Adressen der Tänzer - wie schon aus Gastronomie oder Freibädern bekannt - aufgenommen werden. Wichtig sei einfach, dass man wisse, mit wem man tanze. Die Tanzschule Wipper freut sich sehr auf neue und alte Gesichter ab Montag, den 15.06.