Polizeipräsidium Pforzheim warnt vor falschen Polizisten

Pforzheim (pol/lk) - Das Polizeipräsidium Pforzheim und das Landeskriminalamt in Stuttgart haben am heutigen Dienstag eine gemeinsame Kampagne gegen falsche Polizisten gestartet. Mittlerweile wurden in Baden-Württemberg über zehntausend solcher Betrugsfälle bekannt.

Foto: Symbolbild/Fotolia

Trotz nicht erfolgreicher Masche Polizei alarmieren!

Die Kampagne von Landeskriminalamt und Pforzheimer Polizei trägt den Titel: "Wir stehen auf gegen falsche Polizeibeamte". Die Polizei will damit sämtliche Altersgruppen erreichen und auf die Betrugsmasche aufmerksam machen. Die Kampagne will auch jüngere Menschen erreichen, da sie mit älteren Personen aus dem Familien- und Bekanntenkreis in engem Kontakt stehen. Ein Ziel ist es, dass die Betroffenen sich an die Polizei wenden, auch wenn die Betrugsversuche nicht erfolgreich war. Darum ist das Polizeipräsidium Pforzheim stark in den Sozialen Medien aktiv. "Dort erreichen wir alle Altersgruppen, außer die Opfer selbst", sagt Dirk Wagner von der Pressestelle. "Wir wollen erreichen, dass die Jüngeren mit den Älteren sprechen. Und die Polizei mit ins Boot geholt wird. Dann haben die Täter nahezu keine Chance mehr."

Schaden landesweit über zehn Millionen Euro

Denn die echte Polizei ist sauer: Immer wieder haben es falsche Beamte, in Pforzheim und der gesamten Region, auf Wertgegenstände und Bargeld vor allem von älteren Mitbürgern abgesehen. Der Schaden hat landesweit bereits die zehn Millionen Euro Grenze überschritten. Und das sind nur die bekannten Fälle. Die Dunkelziffer ist noch deutlich höher. In den meisten Fällen gaukeln die Kriminellen den Opfern vor, dass sie Ziel eines Einbruchs seien und es nun gelte, sämtliche Wertsachen schnellstmöglich zu sichern. Außerdem manipulieren die Täter häufig mit einem technischen Trick ihre Rufnummer. Auf den Telefonen der Opfer erscheint so die Polizeinotrufnummer 110 oder eine andere bekannte Dienststellennummer.

Erst kürzlich fette Beute in Karlsruhe gemacht

So war es vermutlich auch, als vor wenigen Wochen ein Trickbetrüger in Karlsruhe zugeschlagen und eine große Bargeldsumme erbeutet hatte. Eine 81 Jahre alte Frau übergab einem Unbekannten 46.000 Euro. Laut Polizei wurde die Seniorin von einem Mann angerufen, der sich als Hauptkommissar Reuter ausgab und behauptete, die Tochter der Frau hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und säße nun in Untersuchungshaft. Der vermeintliche Hauptkommissar erklärte, durch die Zahlung von 37.000 Euro könne die weitere Untersuchungshaft der Tochter abgewendet werden. Es sind zahlreiche solche Fällte bekannt, nur in seltenen Fällen gelingt es der Polizei, die Täter zu schnappen.

Neue Masche: Schockereignisse einbauen

Eine neue Masche sei jetzt, dass zusätzlich zum falschen Polizeibeamten noch ein schockierendes Ereignis in die Geschichte eingebaut würde, sagt Oliver Hoffmann vom Landeskriminalamt. "Das kann beispielsweise ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang sein, bei dem angeblich eine Zahlung fällig ist, die sofort geleistet werden muss. Ansonsten wird die betroffene Person nicht freikommen und würde in Untersuchungshaft gehen." Die Pforzheimer Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die echte Polizei nie Geld oder Wertgegenstände abholen würde. Auch Treffen zur Übergabe von Wertgegenständen würde es nie geben. Die Pforzheimer Polizei macht außerdem darauf aufmerksam, dass sie nie unter der Nummer 110 bei irgendjemandem anrufen würde.


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