Corona-Lage im Kreis Germersheim kaum zu beherrschen

Germersheim (pm/lk) - Gesundheitsamt und Kreisverwaltung Germersheim schlagen Alarm: Die dramatische Coronalage ist kaum noch zu beherrschen. Nicht alle Personen, die einen positiven Corona-Test haben, erhalten derzeit einen Anruf vom Gesundheitsamt. Sie sollen sich über die Homepage informieren. Außerdem bekommt die Behörde wieder Unterstützung von der Bundeswehr.

Foto: Kreisverwaltung Germersheim/mda

In Selbstisolation und Kontakte informieren

Derzeit steigen die Corona-Infektionen im Landkreis Germersheim exponentiell an. Die Inzidenz im Landkreis Germersheim ist mit über 690 landesweit die höchste. Das Gesundheitsamt des Kreises ist bereits vollkommen überfordert. Aufgrund der vielen Fälle, kommen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nicht mehr hinterer, alle Personen mit einem positiven Testergebnis anzurufen. Der Fokus liegt nun auf Indexfällen in Risikostrukturen oder Gemeinschaftseinrichtungen. Die Meldungen über die Infektionslage an das Robert-Koch-Institut hinkt hinterher. Menschen, mit einem positiven Corona-Test, sollten sich daher auf der Homepage des Kreises informieren und das dort hinterlegte Kontaktformular ausfüllen. Bitte warten Sie nicht mehr auf einen Anruf, sondern begeben sich sofort in häusliche Quarantäne. Informieren Sie die eigenen Kontakte, wie Arbeitgeber, Schulen oder Kindertagesstätten selbst.

Zahl der Todesfälle steigt wieder

Landrat Brechtel: "Die Lage ist weiterhin höchst dynamisch und scheint sich leider weiter zuzuspitzen. Wir müssen nun abwarten, wie sich das Land dazu äußert und welche Maßnahmen uns in der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung am Freitag erwarten." Außerdem verweist er auf das exponentielle Geschehen und warnt insbesondere vor langen Aufenthalten mit mehreren Menschen in Innenräumen: "Wir beobachten mit Erschrecken, dass auch die Zahl der Todesfälle wieder zunimmt. Und das sind nicht nur Ältere, sondern immer wieder auch junge Menschen ohne ausreichenden Impfschutz. Daher gilt es an vielen Stellen die Stellschrauben zu verändern und wieder achtsamer zu werden."

Impfen und Kontakte reduzieren

Das Impfzentrum Südpfalz in Wörth hat seit dem dem 24. November wieder geöffnet und in den ersten Tagen bereits nahezu 3.000 Menschen geimpft. In den nächsten Tagen soll die Kapazität noch weiter ausgebaut werden. Außerdem planen einige Kommunen ergänzend dazu Sonderimpfveranstaltungen, meist in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten. "Wir müssen alle Möglichkeiten des Impfens nutzen, um rasch die Impfquote zu erhöhen", so Brechtel. Weiterhin gelte es selbstverständlich die Hygiene- und AHA-Regeln zu beachten, Kontakte zu reduzieren und Testmöglichkeiten zu nutzen. "Diese katastrophale Krise können wir nur gemeinsam bewältigen, wenn jeder einzelne mit seinen Möglichkeiten dazu beiträgt."

Bundeswehr hilft im Gesundheitsamt

Seit einer Woche unterstützen auch wieder sieben Bundeswehrsoldaten aus Mayen das Gesundheitsamt. Denn die hohe Zahl an Infizierten bedeutet auch eine hohe Zahl an Kontakten, die nachverfolgt werden müssen. Dabei entlasten die Bundeswehrsoldaten das Gesundheitsamt. Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamts sind schon sehr lange im Dauereinsatz. Unermüdlich bewältigen sie die vielzähligen Aufgaben, die diese hohe Zahl an Infizierten mit sich bringt.


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