Was kann die neue luca-App? - Erste Städte und Kreise testen sie bereits

Calw (pm/lk) - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt im Landkreis Calw ab heute die neue luca-App zur Kontakterfassung zum Einsatz. Die Anwendung für Mobiltelefone soll etwa Restaurants, Cafés und Organisatoren von Veranstaltungen dabei unterstützen, die Kontaktdaten ihrer Besucher zu sammeln. Das System wurde vom Musiker Smudo von den Fantastischen Vier mitentwickelt. "Ich bin davon überzeugt, dass Luca uns in Kombination mit Testungen, der Corona-App und den AHA-Regeln in ein immer normaleres Leben führen wird", sagte Smudo der dpa. "Für uns ist das eine reelle Öffnungsstrategie."

Foto: Picture Alliance/MiS Sportpressefoto/MiS

luca-App bietet digitale Kontaktnachverfolgung an

Im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus könnten über die App die Kontaktinformationen der gleichzeitig anwesenden anderen Gäste sicher ans zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet werden. Bisher müssen Kontakte manuell erfasst werden. Diese "Zettelwirtschaft" entfällt also mit der App. Somit kann die App einen wichtigen Beitrag zur Begleitung möglicher Öffnungsszenarien leisten. Als einer der ersten Landkreise in Baden-Württemberg setzt der Landkreis Calw die luca-App schrittweise zur lückenlosen Kontaktpersonennachverfolgung ein und hat dafür bereits sämtliche technische und administrative Voraussetzungen geschaffen. Der Kreis Freudenstadt setzt die luca-App ebenfalls ab heute ein. In Karlsruhe soll die Anwendung vom Gesundheitsamt und den Gemeinderatsmitgliedern genutzt werden. Die Stadt Freiburgund der Ortenaukreis testen den Einsatz der Software seit drei Wochen.

App lässt sich mit anderen Programmen verknüpfen

Die luca-App ist für Bürger, Veranstalter und Betreiber sowie für Gesundheitsämter geeignet und verknüpft vorhandene Datenwege. So kann sie beispielsweise mit dem Programm SORMAS (Software zur verwaltungsinternen Kontaktverfolgung), die im Calwer Gesundheitsamt bereits seit Oktober 2020 eingesetzt wird, gekoppelt werden. Der Kreis Calw gehört zu den Pilotanwendern in Baden-Württemberg, sowohl für das Programm SORMAS als auch für die luca-App. Landrat Helmut Riegger möchte damit endlich wieder Perspektiven für Gastronomie- und Hotelbetreiber schaffen: "Die digitale Kontaktnachverfolgung wird unsere Öffnungsstrategie begleiten müssen, so lange die Bevölkerung noch nicht durchimpft ist. Unser Ziel ist es, den Betreibern im Landkreis Calw eine möglichst unbürokratische Lösung hierfür zu bieten."

Statt Handy-App gibt es auch Schlüsselanhänger

Die Anwendung kann über die bekannten App-Stores kostenlos auf ein Smartphone heruntergeladen werden. Über einen QR-Code, der bei Geschäften oder Veranstaltungen angebracht ist, können sich die Nutzer ein- und wieder ausloggen. Für Menschen ohne Handy gibt es die Option eines Schlüsselanhängers, der durch den Betreiber eingescannt wird. Um einen flächendeckenden Einsatz der luca-App zu ermöglichen, wird die Verwaltung des Landkreises Calw diese Schlüsselanhänger verteilen. Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Gäste der Veranstaltung automatisch informiert. Parallel werden die Gesundheitsämter informiert, die nach erfolgter Autorisierung Zugriff auf die Daten der übrigen Gäste haben. So wird der Prozess der Nachverfolgung beschleunigt.

Daten werden verschlüsselt und benötigen Freigabe

Die QR-Codes der luca-App können beispielsweise in der Gastronomie, im Einzelhandel, in Apotheken und Arztpraxen, in Firmen, im Rahmen von religiösen Zusammenkünften wie Gottesdiensten, in Pflegeeinrichtungen, im ÖPNV oder in Hotels genutzt werden. Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der App werden hierbei verschlüsselt und nur nach Einwilligung übermittelt. Wenn ein positiver Krankheitsfall auftritt, wendet sich das Gesundheitsamt an die betroffene Person und bittet diese um Freigabe der personalisierte Kontaktdaten. So ist der Datenschutz gewährt. Auch das Landratsamt Calw nutzt die App intern, um Kontakte, beispielsweise bei unvermeidbaren Dienstbesprechungen, nachzuverfolgen.

App soll landesweit zum Einsatz kommen

Alle ausführlichen Informationen rund um die luca-App finden Sie hier. Bereits am Freitag hatte das Sozialministerium Baden-Württemberg angekündigt, die Software flächendeckend einsetzen zu wollen. Man habe, wie andere Bundesländer auch, Lizenzen für den flächendeckenden Einsatz beschafft, teilte das Sozialministerium mit. Sofern das Kabinett zustimme, werde man diesen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Pandemie gehen. "Die App soll landesweit dabei helfen, Kontakte im Fall einer Corona-Infektion nachvollziehen zu können", betonte Sozialminister Manfred Lucha. Bereits heute soll die konkrete Umsetzung mit den Kommunen besprochen werden.

Baden-Württemberg setzt gemeinsam mit anderen Ländern auf Luca-App


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