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Unnötiger Rückschlag für den ESC Hügelsheim

Hügelsheim (am) Am Samstagabend verloren die Baden Rhinos das Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga gegen den SC Bietigheim-Bissingen mit 6:9 (2:1/2:5/2:3) und verpassten damit die Übernahme der Tabellenführung. Zu Beginn sah es noch vielversprechend aus.

Foto: Patrick Hubig / Baden Rhinos

Strafen kosteten das zweite Drittel

Vier Minuten waren absolviert, als Graham Brulotte den Hexenkessel erstmals jubeln ließ. Sein Schuss passte haargenau in den Winkel. Die zweite Überzahlmöglichkeit des Spiels nutzte Jonathan Koch gar zum 2:0 (10.). Dieser Rückschlag rüttelte die Gäste wach und nachdem eine weitere Unterzahl unbeschadet überstanden wurde, fand Bietigheim zurück ins Spiel und verkürzte durch Mike Weigandt (13.) zum ersten Pausenstand. “Das zweite Drittel ist eigentlich eine unserer Stärken, doch heute hat es genau das Gegenteil bewirkt. Die Strafen haben uns den Kopf gekostet” harderte Sportvorstand Pascal Winkel nach der Partie mit den unnötigen Fouls seiner Mannschaft.

Rhinos passten sich hitziger Spielweise an

Zuerst staubte noch Maxim Engel in Überzahl einen Pfostenschuss von Friedberger zum 3:1 ab (22.), dann gaben sich die Rhinos den Provokationen der Gäste hin und folgten mehr der hitzigen Spielweise der Steelers als dem eigenen bislang erfolgreichen Gameplan. Bietigheim nutzte dies im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt aus. In doppelter Überzahl traf Lars Heintz, ehe er 44 Sekunden später den Ausgleich markierte (29.). Eine Minute später erzielte Robin Feist die erste Gästeführung sogar in eigener Unterzahl. Iven Rösch, der neben dem insgesamt glücklosen aber bemühten Martin Vachal durch harte Arbeit gefiel, hielt das Spiel mit dem Ausgleich zum 4:4 zunächst wieder offen (33.). Doch das war nur ein kurzer Lichtblick, Timo Heintz (34.) und Robin Feist (36.) hatten noch zusätzlich Schussglück und trafen zum ernüchternden 4:6 zur zweiten Pause.

Kein Spielfluss durch viele Unterbrechungen

Diese Wendung gepaart mit der provokanten und teils unfairen Spielweise hatte seine Fortsetzung im Schlussdrittel. Es lag in der Luft, dass das nächste Tor für den Spielausgang entscheidend sein konnte. So hielten sich auch beide Mannschaften noch zurück, ehe mit dem 4:7 durch Marcel Göttfert auch die Strafzeiten wiedereinkehrten. Der K.O. folgte nur zehn Sekunden nach dem siebten Treffer, als Timo Heintz zum 4:8 abfälschte (48.). Strafzeiten gegen beide Mannschaften zogen den Schlussakt in die Länge, ein Spielfluss kam durch viele Unterbrechungen nicht mehr zustande. So waren die Über- und Unterzahlformationen gefragt. Noel Johnson traf in doppelter Überzahl zum 5:8 (52.) und als Björn Groß in Unterzahl gar auf 6:8 verkürzte wurde es vier minuten vor dem Ende plötzlich wieder spannend. Allerdings brummte Brulotte noch eine Strafe ab, so dass Trainer Richard Drewniak erst eine Minute vor dem Ende alles auf eine Karte setzen und Max Häberle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nehmen konnte. Doch der Puck wollte den Weg in das Bietigheimer Tor nicht mehr finden, Timo Heintz traf hingegen in das leere Gehäuse zum 6:9 Endstand (60.).