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Symbolbild: Baden Rhinos / Patrick Hubig

Rückschlag für Baden Rhinos im Derby gegen Eisbären Heilbronn

Hügelsheim (am) Der ESC Hügelsheim 09 musste am Freitagabend im Derby mit den Eisbären Heilbronn einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Am Ende stand ein 0:6 aus Hügelsheimer Sicht auf der Anzeigetafel. 

Ohne Johnson und Mauderer

ESC-Trainer Richard Drewniak war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben und sucht nach den Gründen: “Wir haben einen sehr kleinen Kader und es scheint, als wären wir nicht in der Lage den Ausfall bestimmter Spieler zu kompensieren.” Mit Noel Johnson und Andy Mauderer fehlten dem Übungsleiter zwei seiner besten Scorer, Dennis Walther wurde im Überzahlspiel sowie Lars White in der Abwehr schmerzlich vermisst. Dazu kamen aber auch “individuelle Fehler und Fehlpässe, die den Gegner geradezu eingeladen haben”. Dabei war der Auftakt noch vielversprechend. Der Sekundenzeiger startete seine erste Runde, als Graham Brulotte einen Kracher an den Pfosten setzte. Doch schien diese Szene bezeichnend für den gesamten Spielverlauf zu sein, denn auf der anderen Seite fing Daniel Steinke einen Aufbaupass der Rhinos ab und vollendete zur Führung für die Gastgeber, die Stefano Rupp in der vierten Minute auf 2:0 erhöhte, als er seinen Schläger in einen Schuss hielt und Max Häberle dadurch keine Chance ließ.

Doppelte Überzahl für die Rhinos

Trotzdem hatten die Rhinos im ersten Abschnitt Feldüberlegenheit, vermieden Strafzeiten, kreierten selbst aber zu wenige zwingende Chancen. Wenn doch ein brauchbarer Schuss auf das Heilbronner Gehäuse ging, stand der amerikanische Neuzugang Andrew Hare sicher auf seinem Posten. Im Mittelabschnitt hätte die 28. Minute die Wende bringen können. Für 109 Sekunden agierten die Rhinos in doppelter Überzahl. Der Puck ging gut durch die Reihen aber niemand übernahm Verantwortung und versuchte den Torschuss. Lediglich ein Versuch durch Martin Vachal spiegelte erneut den Spielverlauf. Die Gastgeber merkten nun, dass sie beste Chancen haben zu gewinnen und trauten sich das Heft in die Hand zu nehmen.

Mannschaft hat Glaube an sich verloren

Erneut Rupp traf vor der zweiten Pause zum 3:0 (35.). Einen drei-Tore-Rückstand kann im Eishockey jede Mannschaft aufholen, doch wenn zu einem Rückstand noch Frust hinzukommt und der Glaube an sich verloren geht, ist dieses Unterfangen aussichtslos. Beide Mannschaften kassierten nun ihre Strafzeiten, Heilbronn allerdings mit der Führung im Rücken. Vasilios Maras traf in Überzahl zum entscheidenden 4:0 für die Eisbären (48.), Claudio Schreyer nutzte die Lücke in der 56. zum fünften Treffer und Leo Kreps machte erneut in Überzahl das halbe Dutzend zum verdienten Heimsieg voll (59.).