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Symbolbild: Patrick Hubig

Enttäuschung am Airpark: Baden Rhinos unterliegen der EKU Mannheim

Hügelsheim (am) Die Baden Rhinos haben am Samstagabend ihr Auswärtsspiel bei EKU Mannheim mit 4:6 (2:1/1:3/1:2) verloren und im Kampf um die Playoffqualifikation einen herben Rückschlag erlitten.

Rhinos verlieren 4:6

Ohne Mauderer, Walther und White taten sich die Rhinos gegen forsche Maddogs schwer und fanden nur selten zu ihrem angedachten System. Dies nutzten die Gastgeber zu ihrem Vorteil und erarbeiteten sich früh ein Übergewicht, das Silvio Bruno in der 10. Minuten zur Mannheimer Führung ummünzte. Daraufhin folgte die beste Phase der Gäste. Denis Friedberger, der als einziges Nashorn ein sehr gutes Spiel ablieferte, setzte Noel Johnson in Szene, der nur noch seinen Schläger zum Ausgleich hinhalten musste (14.). Als drei Minuten später Martin Vachal im Nachsetzen die Führung erzielte, schien sich das Blatt zugunsten des ESC zu wenden. Die Maddogs hingegen wollten sich die Butter längst nicht vom Brot nehmen lassen und schlugen unmittelbar nach Beginn des Mitteldrittels durch Moritz deRaaf zurück. Knackpunkt im Spiel war die 30. Minute. Zuerst musste Graham Brulotte auf die Strafbank, 51 Sekunden später folgte Martin Vachal, so dass Mannheim erst in doppelter Überzahl durch Dayliin Smallchild und in der folgenden einfachen Überzahl sogar durch Christofer Kratzmann auf 4:2 erhöhen konnte. Die Rhinos schienen geschockt und hatten zunächst keine Antwort parat.

Diebold: “Die Niederlage war verdient”

Erst kurz vor Drittelende fand einer der wenigen Torabschlüsse durch Jonathan Koch den Weg ins Netz und machte die Partie vor dem Schlussdurchgang nochmal spannend. Hier waren es wieder die Hausherren, die das Heft zuerst in die Hand nahmen und vor dem gegnerischen Tor härter arbeiteten. Artem Klein stellte in der 44. Minute den zwei Tore Abstand wieder her, als er einen Querpass unbehelligt einschießen konnte. ESC-Trainer Richard Drewniak stellte seine Formation auf zwei Reihen um und versuchte mit der Maßnahme, den Druck auf das Tor der Maddogs zu erhöhen. Eine Überzahlsituation brachte den Erfolg, als Martin Vachal aus günstiger Schussposition auf 4:5 verkürzte (50.). Doch anstatt die verbleibenden zehn Minuten durchdacht anzugehen, stürmten die Nashörner mit allen Mann nach vorne und eröffneten dadurch Kontermöglichkeiten. Keegan Pruden nutzte die Lücke kurz nach dem Anschluss zum 6:4. Wieder rannten die Rhinos einem Rückstand hinterher und als es der hektischen Schlussphase zu ging, schwächten sich die 09er zusätzloich durch zwei aufeinanderfolgende Strafzeiten. So nahm Drewniak zwar in Unterzahl seinen Torhüter vom Eis um zumindest mit gleicher Anzahl an Feldspielern das Unmögliche wahr zu machen, blieb aber entsprechend dem Spielverlauf erfolglos. “Die Niederlage war absolut verdient, weil wir es nicht geschafft haben den Fokus zum Beginn und über 60 Minuten hochzuhalten. So darf man in Mannheim nicht antreten und so kann man auch beim Vorletzten nicht gewinnen” fand Raphael Diebold vor allem im mentalen Bereich den Grund für die unnötige Niederlage, mit der sich die Rhinos nun selbst in die Bredouille gebracht haben. Am Airpark ist man nun auf die Schützenhilfe anderer angewiesen und muss zugleich am Samstag (19:30 Uhr) im letzten Vorrundenspiel zuhause gegen Zweibrücken gewinnen.