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Baden Rhinos vor schwerer Auswärtsaufgabe in Heilbronn

Hügelsheim/Heilbronn (pm/cmk) Viele Spieler sind es in beiden Lagern nicht mehr, weder beim ESC Hügelsheim noch bei den Eisbären Heilbronn, die in der legendären Finalserie in der Saison 2012/2013 dabei waren. Dennoch lebt der ewig junge Klassiker weiter und obwohl die meisten Spieler die Entstehung nur vom Hörensagen kennen, wirft das erste Aufeinandertreffen am dritten Spieltag der neuen Saison seine Schatten voraus.

Symbolbild: Patrick Hubig

Kampf um Platz vier

Am Freitag (20 Uhr) kreuzen beide Teams in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena ihre Schläger und für beide Mannschaften geht es bereits jetzt um wichtige Punkte. Auf dem Papier der Experten kämpfen Ravensburg, Eppelheim, Heilbronn und Hügelsheim um Platz vier und somit um das letzte Playoffticket, während Bietigheim, Stuttgart und Zweibrücken unter den Top drei als gesetzt gelten. Dass dies zum jetzigen Zeitpunkt viel enger ist als gedacht beweisen die ersten Ergebnisse. Heilbronn unterlag nur knapp in Zweibrücken, gewann aber gegen Bietigheim, was wohl niemand so richtig auf dem Tippschein hatte. Auch die Rhinos trotzten dem Meister einen Punkt ab und so sieht es bis zum Vorrundenende eher nach einem Siebenkampf aus, bei dem natürlich jeder Punkt zählt.

Beide Mannschaften im Umbruch

Ähnlich wie Hügelsheim befinden sich auch die Eisbären in einem Umbruch. Von den glorreichen Zeiten von früher, als man großartige Spieler wie Eibler, Hackert, Vogler, Filobok, Schrimpf und Liebsch im Kader hatte, mehr oder weniger selbstverständlich Serienmeister war und eigentlich nur die Frage war, gegen wen man das Finale gewinnt, ist außer einer Hand voll Spieler nur noch der Teamname übrig geblieben. Vor der letzten Saison fusionierten die beiden Heilbronner Vereine EHC und HEC und im Regionalligateam setzt man fortan auf junge Talente die von den älteren und erfahrenen Spielern geführt werden sollen. Damit dies gelingt, hat man in Stuttgart den richtigen Trainer gefunden. Pavol Jankovic leitet nun in Heilbronn die Geschicke, unterstützt von der früheren Heilbronner Eishockeylegende Milan Maruschka, der in den 90ern nach seiner Profikarriere noch gegen die Hügelsheimer Hornets auftrumpfte und sich beide Standorte schon heiße Duelle geliefert hatten.

Heilbronn mit bestem Torwart der Liga

Gestützt wird die Truppe vom besten Torwart der Liga. Der 29- jährige Kanadier Andrew Hare, der von Nordamerika nach Deutschland kam und in Heilbronn, Garmisch und Deggendorf DEL2 spielte, kam zur Mitte der letzten Saison aus Bayern zurück in die Käthchenstadt und sorgte dafür, dass die Eisbären doch noch die Playoffs erreichten. Doch auch die Rhinos brauchen sich nicht zu verstecken. Gegen Mannheim spielten sie ein sehr starkes erstes Drittel, ehe der Fuß vom Gas genommen wurde, was den 9:3 Heimsieg nicht gefährdete. Gelingt solch ein Auftakt auch in Heilbronn und bleibt das Tempo über 60 Minuten hoch, wäre ein Sieg möglich.