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Baden Rhinos verlieren in Zweibrücken

Hügelsheim/Zweibrücken (am) Einen rabenschwarzen Tag erlebten die Baden Rhinos bei der 1:8 Klatsche in Zweibrücken am Vorweihnachtsabend. Sechs Strafzeiten im zweiten Drittel binnen acht Minuten nutzten die eiskalt zustechenden Hornissen für fünf Tore und entschieden noch im Mittelabschnitt die Partie. Für ESC-Coach Richard Drewniak war es im Vorfeld das Spiel des Jahres. Auch wenn der Zweibrücker in Diensten der Rhinos es nicht zugeben mochte, so schien das Topspiel doch neben der sportlichen auch eine persönliche Bedeutung für ihn zu haben.

Symbolbild: Baden Rhinos

Früher Rückstand

Diese erhielt allerdings bereits nach 64 Sekunden der ersten Dämpfer, als Daniel Radeke die an diesem Abend nicht sattelfeste Abwehrreihen erstmals durchbrach und auf Felix Stokowski zum 1:0 querlegte. Die Hornets schienen von Terry Trenholm gut eingestellt worden zu sein und drückten auf den zweiten Treffer. Die erste Strafzeit gegen die Rhinos sollte hilfreich sein, Daniel Radeke stand alleine vor Häberle und konnte unbedrängt einschieben (7.). Nun schienen die Rhinos aufgewacht und der erste famos herausgespielte Angriff über Maxim Engel und Graham Brulotte nutzte Martin Vachal zum Anschlusstreffer (9.). Jetzt waren die Hügelsheimer im Spiel und hatten ebenso viele Möglichkeiten zum Ausgleich wie Zweibrücken für den dritten Treffer.

Spiel von Strafzeiten geprägt

Sinnbildlich für das ganze Spiel heimsten sich die Rhinos in der Schlussminute des ersten Drittels wieder eine Strafzeit ein, was Kapitän Stephen Brüstle mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie an den Innenpfosten zur 3:1 Pausenführung nutzte. Die ersten zehn Minuten im  Mittelabschnitt waren aus Hügelsheimer Sicht zum Vergessen. Ein Rhino-Spieler nach dem anderen wurde von Hauptschiedsrichter Melcher auf die Strafbank geschickt, was die Hornets durch Stokowski und Radeke mit zwei schnellen Toren ausnutzten. Höhepunkt war die Szene vor dem 6:1. Dennis Walther eroberte an der gegnerischen blauen Linie den Puck und wurde beim Alleingang von hinten der Schläger aus der Hand geschlagen. Doch der Pfiff blieb aus und Maxi Dörr verwandelte auf der anderen Seite den Gegenstoß. Die Rhinos protestierten heftig und erwogen wegen der stetigen Ungleichbehandlung des durch den vom Rheinland-Pfälzischen Verband angesetzten Schiedsrichters gar einen Spielabbruch.

2019 beginnt mit Heimspiel

Im Sinne des Sports wurde die Partie schließlich nach langer Unterbrechung weitergeführt, zwei weitere Treffer durch Christian Werth und Marc Lingenfelser stellte nach 37 Minuten bereits den 8:1 Endstand her. Im Schlussabschnitt passierte nicht mehr viel. Die Rhinos vermieden weitestgehend Körperkontakt um neben dem Spiel nicht auch noch für die nächsten Partien Spieler durch Strafen zu verlieren. Zweibrücken gelang bei ausgeglichener Spielstärke auch nichts Zählbares und verwaltete den Vorsprung über die Zeit. Der Spannung für das letzte Vorrundendrittel war dieses Ergebnis zuträglich. Die ersten fünf Teams sind nur durch 2 Punkte in der Tabelle voneinander getrennt. Das Eishockeyjahr 2019 beginnt für die Rhinos mit einem Heimspiel. Am 05. Januar sind die Wölfe Freiburg 1b zu Gast am Baden Airpark.