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Baden Rhinos verlieren in Mannheim

Mannheim (am) Unnötige Niederlage für den ESC Hügelsheim in der Regionalliga. Beim Tabellenletzten in Mannheim verloren die Baden Rhinos am Samstagabend vor 200 Zuschauern mit 4:6 (3:3/0:1/1:2). Für die Maddogs war dies der erste Saisonerfolg. Dabei war der Beginn noch vielversprechend.

Symbolbild: Patrick Hubig

Hügelsheim mit früher Führung

Mannheim zwar mit forschem Auftakt, doch der erste Hügelsheimer Torschuss von Graham Brulotte landete nach 73 Sekunden im linken Torwinkel. Die Gastgeber hielten zwar mit, aber es waren doch die Rhinos, die den Ton angaben. Denis Friedberger schnappte beim Aufbauversuch einem Mannheimer den Puck weg und traf alleine vor Torhüter Spang halbhoch zum 2:0 (7.). Ab der zehnten Minute meldeten sich auch die Hausherren an und verkürzten durch den Kanadier Patrick Martens nach einem feinen Konter. Dieser Treffer gab den Maddogs Auftrieb. Kurz nach dem Anschluss hatten die “Hunde” eine starke Phase, in der sie sich im Hügelsheimer Drittel festsetzen und sich die Rhinos gar nicht befreien konnten. Der Ausgleich fiel folgerichtig in der 18. Minute. Udo Sofian, Mannheimer Urgestein, bog mit dem Puck ins Angriffsdrittel, umkurvte einen Blockversuch der 09er und legte mit Übersicht auf Martens in den Rücken der Abwehr, der keine Mühe hatte. 36 Sekunden vor der ersten Pause traf Simon Klemer in seinem ersten Spiel nach seiner Verletzung in der Vorbereitung per Direktabnahme zur erneuten Führung für die Rhinos.

Maddogs verteidigten mit vollem Einsatz

Ein unerlaubter Weitschuss brachte den Maddogs fünf Sekunden vor der Sirene ein Bully vor dem ESC-Tor ein. Die Zeitnehmer verzögerten geschickt das Weiterlaufen der Uhr und so hatten die berechtigten Hügelsheimer Proteste letztlich auch keinen Erfolg, der Ausgleich zum 3:3 drei Sekunden vor dem Ende durch Philip Martinec war gleichzeitig der Pausenstand. Der Mittelabschnitt begann weiter ausgeglichen. Die Rhinos bemüht mit vielen Torschüssen, die Maddogs konterten immer wieder gefährlich durch das kanadische Sturmduo. So kam es wie es kommen musste, trotz einem Schussverhältnis von 27:11 traf nur Patrick Martens für Mannheim wieder nach einem Gegenstoß (34.). Im Schlussdrittel verteidigten die Maddogs gut und bauten eine stabile Verteidigungsbox um ihr Tor. Wieder hatten die Rhinos viele Schüsse, doch zwangsläufig auch von außen aus eher ungefährlicher Position. Nur einmal, in der 45. Minute, kam ein Versuch von Denis Friedberger von der blauen Linie zum Erfolg. Nun waren die Rhinos am Drücker und drängten auf den nächsten Treffer, immer wieder aber in Not, wenn Martens zum Angriff startete. So auch in der 54. Minute, als der Kanadier wieder einmal nicht zu bremsen war und einen blitzsauberen Konter erst einleitete und final unhaltbar in den Knick zum 5:4 abschloss. Die Maddogs verteidigten nun mit vollem Einsatz die Führung, erhielten aber 1:51 vor dem Ende eine Strafe.

Richard Drewniak nahm für die Überzahl seinen Torhüter vom Eis um mit sechs gegen vier Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen. Das Gegenteil traf ein, denn Mannheim nutzte das leere Tor zur Entscheidung ( Olibver Zbaranski, 59.). Während Mannheim den ersten Saisonerfolg und Matchwinner Martens feierten, hardern die Rhinos mit ihren vergebenen Chancen und verlieren trotz doppelt vieler Abschlüsse nicht zu unrecht.