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Baden Rhinos starten am Wochenende in die Playoffs

Hügelsheim (am) Die Playoffszeit ist für einen Eishockeyfan und Spieler die schönste Jahreszeit. Für die Eishockeycrack's der Baden Rhinos beginnt diese mit dem ersten Halbfinalspiel am Sonntag um 18.00 Uhr in Bietigheim-Bissingen. Bis zuletzt mussten die Rhinos um die Qualifikation bangen und machten diese erst mit dem dramatischen 3:2 - Heimsieg am letzten Spieltag gegen Zweibrücken fix. Leidtragende waren die Eisbären Eppelheim, die damit aus den Finalplätzen rutschten und ihre Taschen vorzeitig packen konnten.

Foto: Patrick Hubig / Baden Rhinos

Mauderer’sche Theorie

Taschen packen heißt es auch am Sonntag. Gegen den souveränen Hauptrundenprimus, der mit neun Punkten vor dem Zweitplatzierten Zweibrücken abschloss, beginnen die Rhinos auswärts. Nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, weiß Stürmer Andy Mauderer: “In den letzten Jahren hatten wir zwar insgesamt eine negative Bilanz gegen Bietigheim, aber wenn, dann waren wir meist auswärts erfolgreich.” Blickt man auf die drei Vorrundenduelle zurück, sieht man, dass es meist sehr eng zuging. Zu Saisonbeginn gewannen die Steelers mit 7:6 am Airpark. Die Führungen wechselten munter hin und her, der Siegtreffer fiel zwei Minuten vor dem Ende. Im Rückspiel traf Timo Heintz bereits nach fünf Sekunden mit einem Phantomtor, nach drei Minuten lagen die Rhinos mit 0:2 zurück, ehe eine grandiose Leistung am Ende zu einem 5:2 Auswärtssieg verhalf.

Glück muss man sich erarbeiten

Das letzte Spiel in Hügelsheim endete im Januar 6:9, auch hier stand es zur Halbzeit 4:4, ehe ein Doppelschlag Bietigheim auf die Siegerstraße führte. Es passt zur Mauderer’schen Theorie, dass die Gastmannschaft am Ende die glücklichere ist. Doch Glück muss man sich in den meisten Fällen hart erarbeiten, was nicht minder für die Halbfinalserie gegen Bietigheim gilt. Die Steelers stellen mit Mathias Vostarek und Tim Heffner die beiden erfolgreichsten Stürmer der Liga, die Dreh- und Angelpunkt des Spiels sind. Noch wichtiger wird es aber sein, einen anderen Spieler zu beachten, besser gesagt, nicht zu beachten. Mauderer: “Timo Heintz ist der Spielertyp Marke Franck Ribéry. Er polarisiert durch eine Mischung aus Schauspieler, Genie und Wahnsinn und schreckt auch nicht vor dreckigen Fouls zurück. Dadurch gelingt es ihm immer wieder, wenn es für seine Mannschaft nicht so läuft, den Fokus auf ihn zu lenken und seinen Mitspielern einen Vorteil zu verschaffen. Das muss jeder in seinen Kopf bekommen, dass Heintz absolut tabu ist.”

Auf die eigenen Stärken besinnen

Vielmehr sollten sich die Rhinos auf ihre eigenen Stärken besinnen. In den Heimspielen gegen Ravensburg und Zweibrücken waren harte Arbeit, aufopferungsvoller Einsatz und der absolute Wille die Garanten für den Sieg. Das war es auch, was beim Auswärtssieg in Bietigheim den Unterschied ausgemacht hat. In den sozialen Medien wurden die Rhinos damals für ihre Moral gefeiert, nach dem frühen Rückstand zurückzukommen und sich bis zum Schluss in die Schüsse der Steelers zu werfen. Mit dieser Einstellung ist auch am Sonntag in Bietigheim ein Sieg möglich. Da das Spiel wegen einer Parallelveranstaltung nicht in der großen EgeTrans Arena sondern der benachbarten Trainingshalle mit einer Kapazität von etwa 600 Zuschauern stattfindet, hoffen die Rhinos auch auf Heimspielatmosphäre, da sich viele Fans für das erste Halbfinale auf den Weg machen werden. Karten sind nicht im Vorverkauf sondern ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.